Spanien hat bei seiner zweiten WM-Partie in Atlanta einen deutlichen 4:0 (3:0)-Sieg gegen Saudi-Arabien gefeiert und damit nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde für einen Befreiungsschlag gesorgt. Jungstar Lamine Yamal, der erstmals in der Startelf stand, erzielte in der 10. Minute die Führung und beendete eine spanische Durststrecke von 299 torlosen WM-Minuten.
Yamal erlöst Spanien nach frühem Druck
Trainer Luis de la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag auf den zuvor verletzten Yamal setzte, wurde schon früh belohnt. Nach nur 35 Sekunden ließ Yamal seinen Gegenspieler mit einem Trick aussteigen und leitete die erste Großchance ein. In der 10. Minute staubte der 17-Jährige am hinteren Pfosten ab, nachdem Mikel Oyarzabal den Ball quer durch den Strafraum gedroschen hatte. Damit war Yamal zwei Wochen jünger als Lionel Messi bei dessen erstem WM-Tor, verpasste jedoch den spanischen Altersrekord – Barça-Kollege Gavi war 2022 bei seinem Treffer über ein halbes Jahr jünger.
Oyarzabal doppelt nach – Spanien zeigt Effizienz
Spanien präsentierte sich im Vergleich zum Kap-Verde-Spiel völlig verändert. Die Flügel wurden konsequent bespielt, Abschlüsse waren das Gebot der Stunde. Oyarzabal, der in der ersten Partie noch ohne Ballkontakt in den ersten 30 Minuten geblieben war – eine Negativmarke seit 1966 – traf diesmal doppelt. In der 21. Minute vollendete er aus dem Gewühl nach einer Ecke, drei Minuten später netzte er nach einer Kombination ein, die die saudische Abwehr überforderte. Kurz vor der Pause hätte er fast einen Hattrick erzielt, scheiterte aber an der Latte (36.).
Schonung für die Stars – Eigentor besiegelt Niederlage
De la Fuente wechselte zur Halbzeit sowohl Oyarzabal als auch Yamal aus, offenbar um Kräfte für das lange Turnier zu schonen. Dennoch blieb Spanien dominant. In der 49. Minute parierte Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais einen Schuss von Marc Cucurella, doch der Ball prallte von Hassan Al-Tambakti ins eigene Tor. Ein fünfter Treffer von Ferran Torres in der Nachspielzeit wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt.
Saudi-Arabien vor heimischer WM chancenlos
Für Saudi-Arabien, das 2034 die WM ausrichtet, war die Partie eine deutliche Machtdemonstration des Europameisters. Vor 68.239 Zuschauern in Atlanta war der Klassenunterschied unübersehbar. Während Spanien mit dem Sieg Selbstvertrauen tankt, steht für Saudi-Arabien nach der Auftaktniederlage gegen Argentinien der Druck vor dem nächsten Spiel.



