Schalke 04 plant vor: Tim Hoogland als potenzieller Muslic-Nachfolger langfristig gebunden
Der FC Schalke 04 bereitet sich offenbar auf einen möglichen Trainerwechsel vor. Der Verein hat Co-Trainer Tim Hoogland (40) jetzt langfristig an den Klub gebunden und seinen Vertrag bis zum Jahr 2029 verlängert. Diese Entscheidung wird als strategische Weichenstellung für den Tag interpretiert, an dem Erfolgscoach Miron Muslic (43) den Verein möglicherweise verlassen könnte.
Hooglands tiefe Verbindung zu Schalke
Tim Hoogland ist kein Unbekannter bei den Königsblauen. Seit 1998 ist der gebürtige Marler bei Schalke aktiv – zunächst als Jugendspieler ab seinem 13. Lebensjahr, später als Profi unter Trainer Ralf Rangnick, bei dem er 2005 sein Debüt feierte. Nach Stationen bei Mainz 05, VfB Stuttgart, Fulham und VfL Bochum kehrte Hoogland im November 2024 als Co-Trainer nach Gelsenkirchen zurück.
Besonders bedeutsam: Hoogland verfügt bereits über die UEFA-A-Lizenz und darf damit offiziell als Chefcoach Profimannschaften betreuen. Sein Spezialgebiet sind Standardsituationen, und er genießt in der Mannschaft hohes Ansehen.
Muslics Ausstiegsklausel als entscheidender Faktor
Miron Muslic, der aktuelle Erfolgscoach von Schalke, hat zwar einen Vertrag bis 2027, der sich bei Aufstieg automatisch um ein Jahr verlängert. Doch das Arbeitspapier enthält eine gestaffelte Ausstiegsklausel, die zwischen 5 und 8 Millionen Euro liegt – je nach interessiertem Klub.
„Muslic selbst bestand auf diese Klausel“, heißt es aus Vereinskreisen. Es gilt als offenes Geheimnis, dass der Österreicher von höheren Aufgaben träumt. Bei seinem aktuellen Erfolg – Schalke steht nach der Zweitligatabelle aktuell hervorragend da – wäre es nicht ausgeschlossen, dass schon im Sommer ein Klub die geforderte Ablösesumme auf den Tisch legt.
Finanzielle und sportliche Überlegungen
Für den finanziell angeschlagenen Pott-Klub, der mit Verbindlichkeiten von rund 145 Millionen Euro kämpft, wäre eine solche Ablösesumme durchaus willkommen. Das Geld könnte dringend für neue Spielerinvestitionen verwendet werden.
Sportvorstand Frank Baumann (50) hat mit der Vertragsverlängerung Hooglands einen klugen Schachzug vollzogen. „Hoogland ist in der Mannschaft beliebt und wird von allen Spielern respektiert“, bestätigen Insider. Damit hätte Schalke einen potenziellen Nachfolger bereits im Haus, der den Verein bestens kennt und akzeptiert ist.
Hooglands Perspektive und Unterstützung
Jürgen Klopp, unter dem Hoogland 2007 und 2008 in Mainz spielte, äußerte sich bereits vor Jahren positiv über seinen ehemaligen Spieler: „Tim muss man im Auge behalten. Der Junge wird mal ein ganz Großer!“
Das letzte Ausbildungsjahr unter Miron Muslic, der aktuell als bester Zweitliga-Coach gilt, dürfte Hoogland zusätzlich wertvolle Erfahrungen gebracht haben. Die Frage scheint nicht mehr zu sein, ob Hoogland einmal Cheftrainer bei Schalke wird, sondern lediglich, wann dieser Schritt erfolgt.
Möglich wäre sogar eine Übernahme schon diesen Sommer, sollte Muslic tatsächlich ein attraktives Angebot erhalten und seine Ausstiegsklausel ziehen. Schalke hätte in diesem Fall kein Mitspracherecht und müsste den erfolgreichen Coach ziehen lassen – wäre aber mit Hoogland bestens auf diesen Fall vorbereitet.



