Die Luft für Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera wird nach der 1:2-Heimpleite gegen den Hamburger SV immer dünner. Die Niederlage am 30. Spieltag der Saison 2025/2026 ließ die Frankfurter auf dem elften Tabellenplatz zurück und die Fans lautstark ihren Unmut äußern. Besonders brisant: Sportvorstand Markus Krösche stellte sich nach der Partie nicht schützend vor den Coach, was Spekulationen über eine bevorstehende Trennung anheizt.
Riera reagiert auf fehlende Unterstützung
Riera selbst zeigte sich enttäuscht über die ausbleibende Rückendeckung. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn der Sportvorstand klare Worte gefunden hätte“, sagte der Spanier nach der Partie. „Aber ich konzentriere mich auf die Arbeit mit der Mannschaft. Wir müssen die Fehler analysieren und schnellstmöglich korrigieren.“ Die Frankfurter hatten gegen den HSV lange gut mitgehalten, ehe zwei individuelle Patzer in der zweiten Halbzeit die Wende brachten.
Kritik an der Defensive
Besonders die Abwehrarbeit geriet in die Kritik. Nach einem 0:1-Rückstand durch einen Elfmeter von HSV-Kapitän Sebastian Schonlau zeigte die Eintracht Moral und glich durch Ansgar Knauff aus. Doch in der Schlussphase nutzte der HSV erneut eine Unachtsamkeit aus und erzielte den Siegtreffer. „Wir haben uns zu leicht auskontern lassen“, analysierte Riera. „Das darf auf diesem Niveau nicht passieren.“
Die Stimmung in Frankfurt ist angespannt. In den letzten fünf Spielen holte die Eintracht nur vier Punkte und rutschte immer weiter vom internationalen Geschäft ab. Dabei waren die Ziele zu Saisonbeginn deutlich höher gesteckt. Ein Umbruch im Sommer scheint immer wahrscheinlicher – mit oder ohne Riera auf der Bank.



