Preußen-Krise vertieft sich: Neuntes Sieglos in Serie nach 2:3 gegen Kaiserslautern
Preußen-Krise: Neuntes Sieglos nach 2:3 gegen Kaiserslautern

Preußen-Krise vertieft sich: Neuntes Sieglos in Serie nach 2:3 gegen Kaiserslautern

Schwere Zeiten für die Fußballer von Preußen Münster. Die Zweitliga-Mannschaft musste am Samstag im heimischen LVM-Stadion vor ausverkauften Rängen eine weitere bittere Niederlage hinnehmen. Mit dem 2:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern setzte sich eine beunruhigende Serie fort: Es war bereits das neunte sieglose Spiel in Folge für die "Adlerträger".

Defensivschwächen kosten den Sieg

Vom feinen Kombinationsfußball, der die Truppe von Chefcoach Alexander Ende in der Hinrunde noch auszeichnete, war gegen die "Roten Teufel" kaum etwas zu sehen. Stattdessen bereiteten die Münsteraner alle drei Gegentore durch eigene Fehler selbst vor. Bereits in der 8. Minute führte ein leichtsinniger Fehlpass von Stürmer Imad Rondic im Mittelfeld zum Foulelfmeter, den Kaiserslauterns Kapitän Marlon Ritter eiskalt verwandelte.

Das zweite Gästetor kurz vor der Pause resultierte aus einer unfreiwilligen Vorlage von Marvin Schulz, die Ritter erneut zum Doppelpack nutzte. Auch beim 1:3 in der zweiten Halbzeit zeigten sich Defensivprobleme: Eine weite Rechtsflanke konnte nicht verhindert werden, und Keeper Johannes "Jojo" Schenk segelte unglücklich unter den Ball, während Norman Bassette am langen Pfosten völlig ungedeckt einköpfte.

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Heuers Doppelpack bleibt ohne Belohnung

Einziger Lichtblick für die Preußen war Innenverteidiger Jannis Heuer. Der 26-Jährige, der zu Saisonbeginn von Kaiserslautern nach Münster ausgeliehen wurde, erzielte nicht nur den zwischenzeitlichen Ausgleich in der 21. Minute, sondern sorgte in der 87. Minute mit seinem zweiten Treffer noch einmal für Hoffnung. Es war der erste Zweitliga-Doppelpack seiner Karriere.

"Ich kann mich trotzdem nicht so wirklich über meine Tore freuen", sagte Heuer nach dem Spiel. "Ich würde sie sofort gegen einen Erfolg für die Mannschaft eintauschen." Diese Einstellung teilt auch Chefcoach Alexander Ende, der frustriert konstatierte: "Ein stabiles Defensiv-Verhalten ist nun mal die Basis für den Erfolg. Genau das haben wir heute zwischenzeitlich stark vermissen lassen."

Personalsorgen und Abstiegsdruck

Die Niederlage wiegt besonders schwer, da fast alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf am Vortag ebenfalls Punkte liegen ließen. Die Preußen konnten die Chance nicht nutzen, um ein wichtiges Signal zu setzen. Die Luft im Tabellenkeller bleibt damit weiterhin unangenehm dünn.

Die Personalsituation ist angespannt: Gegen Kaiserslautern musste Preußen auf gleich elf verletzte oder kranke Profis verzichten. Immerhin gibt es Hoffnung auf Besserung: Kapitän Jorrit Hendrix (Knieprobleme), Stürmer Vilhelmsson und Joshua Mees sollen ab Dienstag wieder voll ins Training einsteigen.

Nächster Pflichttermin in Braunschweig

Nun müssen die Münsteraner am kommenden Sonntag bei Eintracht Braunschweig unbedingt einen Erfolg einfahren. "Ansonsten ist bald richtig Feuer unterm Dach", heißt es in Münster. Die Mannschaft zeigte zwar auch gegen Kaiserslautern Kampfgeist und gab nie auf, doch reichte dies nicht für Punkte.

Sogar ein prominenter Glücksbringer konnte nicht helfen: Ex-Preuße Nicolai Remberg, der mittlerweile beim Hamburger SV durchstartet, war eigens angereist, um seinen früheren Kollegen die Daumen zu drücken. Vergebens - die Krise bei Preußen Münster dauert an.

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