Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich durch einen dramatischen 2:1 (0:1)-Erfolg gegen die Elfenbeinküste vorzeitig für die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft qualifiziert. Deniz Undav, der in der 60. Minute eingewechselt wurde, erzielte beide Tore (80., 90.+4) und drehte die Partie. Die internationale Presse feiert den Stuttgarter Stürmer als Helden und analysiert das Comeback.
„The Athletic“: Undav als bester Einwechselspieler der WM
Das US-amerikanische Portal „The Athletic“ fragt: „Ist Deniz Undav der beste Einwechselspieler der Weltmeisterschaft?“ Die Zeitung betont, dass Deutschland der Elfenbeinküste „das Herz bricht“. Der Doppelpack des Jokers sei entscheidend für den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde gewesen.
England: „Super-Joker“ und „geborener Torjäger“
Die britische „Daily Mail“ bezeichnet Undav als „geborenen Torjäger für Deutschland“. Die „Sun“ hebt den „Super-Joker“ hervor, der „seinem Team mit einem Herzschlagfinale in der Nachspielzeit den Sieg“ sicherte – allerdings erst, nachdem der junge Yan Diomande („Elefant“) gedroht hatte, „Die Mannschaft“ zu überrollen. Der „Guardian“ schreibt: „Deniz Undavs Doppelpack beschert Deutschland einen dramatischen Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt wird Deutschland in der K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft spielen.“ Der „Telegraph“ lobt Trainer Julian Nagelsmann als „Meister der Einwechslungen“.
Italien: „Held Undav“ und „deutscher Charakter“
Die „Gazzetta dello Sport“ titelt: „Deutschland, der Held ist Undav. Er kommt rein und dreht das Spiel.“ Die Zeitung räumt ein, dass die Elfenbeinküste „mehr verdient hätte“, aber nach einer Gangschaltung zurück wurde sie „von Undav, Nagelsmanns verlässlichem Joker, in der 94. Minute auf bittere Weise um den Lohn gebracht. Wieder einmal hat sich der deutsche Charakter durchgesetzt.“ Der „Corriere dello Sport“ schreibt: „Ein überragender Undav besiegelt das deutsche Comeback mit einem Doppelpack. Nagelsmann jubelt, er hatte an der Seitenlinie wie ein Löwe gekämpft und in der 60. Minute die entscheidenden Wechsel gemacht. Das dritte Gruppenspiel gegen Ecuador ist nur noch Formsache.“ „La Repubblica“ fasst knapp zusammen: „Undav kommt rein und verwandelt Deutschland.“
Spanien: „Deutsches Epos“ und „unerwarteter Held“
Die spanische „Marca“ spricht von einem „deutschen Epos“: „Undav bewahrt Deutschland vor Problemen. Er wird eingewechselt, erzielt einen Doppelpack und dreht die Partie gegen eine starke Elfenbeinküste. Deutschlands erster echter Härtetest wäre beinahe gescheitert. Für die Deutschen nahm die Partie ein glückliches Ende.“ „Mundo Deportivo“ stellt fest: „Deutschland ist wieder ein Stück näher dran, Deutschland zu sein. Nach zwei Weltmeisterschaften, in denen er nicht über die Gruppenphase hinausgekommen ist, feiert der viermalige Weltmeister ausgelassen den Einzug in die K.-o.-Runde. Stuttgarts Stürmer Deniz Undav avancierte dabei zum unerwarteten Helden.“
Frankreich: „Kampf“ und „Gamechanger“
Die französische „L'Equipe“ beschreibt das Spiel als „echten Kampf“: „Die Elfenbeinküste und Deutschland lieferten sich am Samstag in einem festlich gestimmten Stadion in Toronto ein Spiel von großer Intensität. Sie schenkten sich nichts, doch am Ende war es Deutschland, das sich ganz zum Schluss mit einem Treffer von Deniz Undav den zweiten Sieg im zweiten Spiel sicherte.“ „Le Figaro“ nennt Undav einen „Gamechanger“.
Österreich und Schweiz: „Undav sei Dank“ und „Super-Joker“
Die österreichische „Kronen-Zeitung“ schreibt: „Undav sei Dank! Deutschland zittert sich zu Sieg.“ Der „Kurier“ analysiert: „Und dann kam das zweite WM-Gruppenspiel, dann kam der erste Härtetest gegen das robuste und unerschrockene Team von der Elfenbeinküste und auf einmal fanden sich die deutschen Höhenflieger am harten Boden der Realität und auf der Verliererstraße wieder. Doch es gibt ja noch Deniz Undav. Der Joker wurde zum Retter der deutschen Fußballnation und sicherte seinem Team mit zwei Toren in der zweiten Halbzeit den 2:1-Erfolg und den Einzug in die K.o.-Phase.“ Die Schweizer „Blick“ erinnert an die jüngere Vergangenheit: „Die WM 2018? Vorbei nach der Vorrunde als Titelverteidiger. Die WM 2022? Ebenfalls zu Ende nach der Gruppenphase. In Nordamerika benötigt Deutschland lediglich zwei Spiele, um das zu erreichen, was vor acht respektive vier Jahren nicht gelang: der Einzug in die K.o.-Phase. Möglich macht's Deniz Undav, der Super-Joker der Deutschen.“
Niederlande und Portugal: „Killerinstinkt“ und „Herz gebrochen“
Das niederländische „AD“ berichtet: „Deutschland steht in der K.-o.-Runde. Deniz Undav ist gegen die Elfenbeinküste mit zwei Treffern als Joker der Held. Undav spielte in der Saison 2019/20 noch beim SV Meppen in der Dritten Liga von Deutschland.“ „De Telegraaf“ ergänzt: „Deutschland entkommt in den Schlussminuten einer Blamage gegen eine starke Elfenbeinküste. Wie so oft schlagen die Deutschen in den Schlussminuten zu: 2:1. Dadurch haben sie einen Platz in der K.o.-Phase sicher.“ Aus Portugal schreibt „A Bola“: „Deutschland bricht der Elfenbeinküste das Herz und zieht in die K.-o.-Runde ein. Deutschlands Erfolgsgeheimnis kam von der Bank. Zwei Geistesblitze und eine Portion Glück sichern den Sieg.“ „Record“ zitiert Maradona: „Schon Maradona hat gesagt, wenn du gegen die Deutschen gewinnen willst, musst du sie töten. Und es war tatsächlich der Killerinstinkt, der der Elfenbeinküste gefehlt hat.“



