Alexandra Popp verpasst CL-Viertelfinale: Verletzungsausfall trifft Wolfsburg hart
Popp verpasst CL-Viertelfinale: Verletzung trifft Wolfsburg

Schwerer Verlust für den VfL Wolfsburg: Alexandra Popp verpasst Champions League-Viertelfinale

Der VfL Wolfsburg muss im entscheidenden Viertelfinale der Frauen Champions League auf seine Leistungsträgerin Alexandra Popp verzichten. Die 34-jährige Stürmerin hat sich eine muskuläre Verletzung zugezogen und wird nach Angaben des Vereins für mehrere Wochen ausfallen. Dieser Ausfall kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit, da Wolfsburg am Dienstag das Hinspiel gegen OL Lyon bestreitet und Popp sich eigentlich auf ihrer Abschiedstour befand, bevor sie im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt.

Trainer Lerch bedauert Fehlen der Führungspersönlichkeit

Trainer Stephan Lerch zeigte sich deutlich betroffen von der Nachricht. „Gerade in solchen Spielen ist sie eine Anführerin, sie hat schon oft genug auf dieser Bühne gestanden“, erklärte der 41-jährige Coach vor dem wichtigen Duell. „In diesen Partien nimmt Popp eine noch größere Führungsrolle ein, deshalb tut dieser Ausfall uns allen weh“, fügte Lerch hinzu und unterstrich damit die Bedeutung der Nationalspielerin für das Team.

Dennoch versucht der Trainer, eine positive Grundstimmung zu bewahren. „Wir haben in dieser Saison schon gezeigt, dass wir es auch ohne Poppi richten und erfolgreich sein können“, verwies Lerch auf die Playoffs gegen Juventus Turin, als Popp das Rückspiel aufgrund eines Infekts verpasst hatte. Diese Erfahrung soll dem Team nun als Vorbild dienen.

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Herausforderung gegen den Titelfavoriten Lyon

Die Aufgabe gegen Lyon stellt sich als besonders schwierig dar. Lerch sieht seine Mannschaft klar als Außenseiter und bezeichnet die Französinnen als „großen Titelfavoriten“. Dennoch mahnte der Trainer: „Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber wir dürfen keine Angst haben“. Im Vergleich zur Niederlage in der Ligaphase (1:3) müsse sein Team „im Ballbesitz mutiger agieren“.

Neben Popp muss Wolfsburg auch weiterhin auf Lena Lattwein verzichten, und für Sophia Kleinherne kommt die Partie noch zu früh. Positiv zu vermerken ist hingegen die Rückkehr von Nationalspielerin Camilla Küver, die wieder einsatzfähig ist.

Team zeigt sich trotz Rückschlag kampfbereit

Mittelfeldspielerin Ella Peddemors reagierte ebenfalls auf den Ausfall ihrer Mitspielerin. „Popps Ausfall ist sehr schade“, räumte sie ein, betonte aber gleichzeitig: „Dennoch haben wir einen klaren Matchplan und wir sind alle bereit“. Diese Einstellung wird benötigt, denn der Terminplan bleibt eng: Bereits am 2. April steht das Rückspiel gegen Lyon an, nur drei Tage später fordert das Halbfinale des DFB-Pokals bei Carl Zeiss Jena.

Der VfL Wolfsburg steht damit vor einer der größten Herausforderungen der Saison. Ohne ihre erfahrene Führungsspielerin müssen die Wölfinnen beweisen, dass sie auch in schwierigen Situationen als Team funktionieren und gegen einen der stärksten Kontrahenten Europas bestehen können.

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