Paraguay plant nach Deutschland-Sieg nächstes WM-Wunder gegen Frankreich
Paraguay plant nächstes WM-Wunder gegen Frankreich

Paraguay hat seinen historischen Achtelfinal-Sieg gegen Deutschland mit einem Nationalfeiertag gewürdigt. Präsident Santiago Peña erklärte den 30. Juni 2026 zum Feiertag, wie er in einer Mitteilung bekannt gab. „Heute feiert ein ganzes Land. Es feiert den Sieg einer Nationalmannschaft, die das Wesentliche unserer Identität verkörpert: den Kampfgeist, den Glauben und die Stärke eines Volkes, das niemals aufgibt“, schrieb Peña.

Jubel in Asunción: Feuerwerk und Tränen

In der Hauptstadt Asunción verwandelten sich die Straßen in ein Meer aus Rot-Weiß-Blau. Feuerwerk erhellte den Himmel, Hupkonzerte hallten durch die Stadt. Zehntausende feierten den Coup gegen den viermaligen Weltmeister, während die Spieler auf dem Rasen in Foxborough in Tränen ausbrachen. Die Zeitung „La Nación“ sprach von einer „Heldentat“, „ABC“ nannte die Sensation eine „weltweite Überraschung“.

Trainer Gustavo Alfaro, genannt „der Professor“, sagte: „Für mich sind 26 Kämpfer angetreten und als Legenden hervorgegangen. Es war ein episches Match, einfach episch. Für mich war es ohne Zweifel der größte Sieg meiner Trainerkarriere.“ Paraguay hatte sich gerade so als einer der acht besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde qualifiziert – als krasser Außenseiter.

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„Der Professor“ erschafft Legenden

Alfaro und Kapitän Gustavo Gómez verwiesen in emotionalen Reden auf die Tugenden der Mannschaft: Kampfgeist, unbändiger Wille und bedingungslose Einsatzbereitschaft. „Diese Mischung aus Leidenschaft und idealistischen Träumen hat uns die Möglichkeit gegeben, das scheinbar Unmögliche in die Realität umzusetzen“, begründete Alfaro die Überraschung. Dass der Sieg nicht mit spielerischer Brillanz, sondern mit Leidenschaft und Leidensfähigkeit zustande kam, störte niemanden.

Torschütze Julio Enciso berichtete über Alfaros Motivationsrede vor dem Spiel: „Er vermittelte uns Gelassenheit und gab uns das Gefühl, dass wir zu Legenden unseres Landes werden können. Und genau so war es dann auch.“

„Kuss in den Himmel“: Ein Sieg für den toten Opa

Erstmals seit 2010 ist Paraguay wieder bei einer WM dabei. Die Ära um Ex-Bayern-Profi Roque Santa Cruz liegt zurück, einen großen Star hat die „Albirroja“ nicht. Die Qualifikation galt bereits als Erfolg. Nun aber hat das Team mehr erreicht, als ihm viele zugetraut hatten. „Das kann uns jetzt niemand mehr nehmen. Es ist der schönste Tag meines Lebens“, sagte Enciso und sprach von einer „übermenschlichen“ Leistung.

Der 22-Jährige blickte immer wieder nach oben und dachte an seinen verstorbenen Großvater. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie er auf mich gezeigt und mir gesagt hat, dass ich eines Tages hier stehen würde. Nun schicke ich meinem Großvater einen Kuss in den Himmel“, sagte der Stürmer unter Tränen.

Nächstes Wunder gegen Frankreich?

Im Achtelfinale am Samstag wartet wohl Topfavorit Frankreich – sofern Schweden nicht für die nächste Sensation sorgt. Doch der Gegner scheint für Paraguay fast zweitrangig. Der Triumph über Deutschland hat den Südamerikanern das Gefühl gegeben, dass alles möglich ist. „Wir haben vor niemandem Angst. Wir wissen, was wir können und werden jedem, der auf uns trifft, Schaden zufügen“, kündigte Enciso an. Paraguay ist bereit für das nächste WM-Wunder.

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