Michael Olise: Fußball kann Kunst sein – Ästhetik zählt
Olise: Fußball kann Kunst sein – Ästhetik zählt

Für Frankreichs Nationalspieler Michael Olise zählt bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur das Ergebnis. Der 24-jährige Bayern-Profi legt großen Wert auf einen ästhetischen Spielstil. „Fußball ist ein großartiger Sport, und deshalb sollte er auch optisch schön sein. Es kann Kunst sein“, sagte Olise im Interview mit der französischen Sportzeitung „L'Équipe“. Er selbst sehe sich jedoch nicht als Künstler, sondern als kreativen Menschen.

Schönheit in allen Facetten des Spiels

Olise beschränkt seinen Sinn für Ästhetik nicht auf die Offensive. „Auch ein schönes Defensivspiel kann großartig sein. Auch ein Zweikampf kann eine unglaublich flüssige und elegante Bewegung sein. Wenn er flüssig ist, wer sind wir, ihm die Schönheit abzusprechen?“, fragte der Torjäger rhetorisch. Beim 3:1-Auftaktsieg gegen den Senegal lieferte Olise die überragende Vorarbeit für Kylian Mbappés Führungstreffer. Ob dieser Pass seinen eigenen ästhetischen Ansprüchen genügte, ließ er offen.

Symbiose mit dem Ball

Der Franzose pflegt eine besondere Beziehung zum Spielgerät. „Ich mag es einfach, den Ball zu haben und ihn zu spüren, bevor wir richtig loslegen. Ja, ich mag es, den Ball in den Händen oder am Fuß zu haben, das ist mir wichtig“, erklärte Olise. Diese Verbundenheit zeigt sich in seinem technisch versierten Spielstil, der ihn zu einem der auffälligsten Spieler im französischen Kader macht.

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Olise widerspricht Mbappé

Gemeinsam mit Mbappé und Ousmane Dembélé bildet Olise in der Équipe Tricolore eine Offensive der Superlative. Mbappé hatte ihn kürzlich als „Spieler der Gegenwart und von morgen“ gelobt. Doch Olise widerspricht: „Im Moment würde ich sagen: Ja, ich bin ein Spieler der Gegenwart. Wenn ich weiterhin hart arbeite und bodenständig bleibe, hoffe ich, ein Spieler der Zukunft zu werden.“ Damit zeigt der 24-Jährige Bescheidenheit und Ehrgeiz zugleich.

Fokus auf die WM

Mit Frankreich hat Olise bei der WM in Katar noch große Ziele. Nach dem Auftaktsieg gegen Senegal steht das nächste Spiel an. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps zählt zu den Turnierfavoriten. Olise möchte seinen Teil dazu beitragen – nicht nur mit Toren, sondern auch mit ästhetisch ansprechendem Fußball. „Es kann Kunst sein“, wiederholt er und unterstreicht damit seine Philosophie.

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