Nathaniel Brown begeistert bei der WM: Alle lieben „Nene“
Nathaniel Brown: WM-Märchen des Linksverteidigers

Nathaniel Brown sorgt bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Begeisterung. Der Linksverteidiger der deutschen Nationalmannschaft hat sich in den vergangenen Monaten einen Stammplatz erarbeitet und feierte beim 7:1-Sieg gegen Curaçao seinen ersten großen WM-Moment. Gleich bei seiner Premiere im Turnier erzielte er ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

Der emotionale Flash nach dem Tor

„Ich kann das gar nicht beschreiben, ich bin einfach in die Ecke gerannt“, sagte Brown über seinen Jubel nach dem Treffer. Bundestrainer Julian Nagelsmann beobachtete bei ihm einen besonderen emotionalen Ausbruch: „Ich meine, so einen emotionalen Flash bei ihm gesehen zu haben nach dem Tor.“ Diese Begeisterung teilen auch Mitspieler wie Manuel Neuer und Kai Havertz.

Von der Scheu zur Normalität

Noch vor zwei Wochen wusste Brown nicht, wie er den Rekordtorwart Manuel Neuer ansprechen sollte. „Sollte man diese leibhaftige Ikone nicht besser siezen?“, fragte er sich im Trainingscamp. Mittlerweile sind die beiden per Du – ein Zeichen für Browns wachsendes Selbstbewusstsein. „Er ist ein ganz lieber Mensch, ein ganz lieber Kerl, der sehr demütig ist, sehr wissbegierig. Er hat trotzdem auch einen kleinen Schalk im Nacken“, beschreibt Nagelsmann den 23-Jährigen.

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Gesetzt auf der Problemposition

Brown hat sich auf der linken Abwehrseite, die lange als Problemposition galt, etabliert. Er verdrängte David Raum aus der Startelf und ist nun gesetzt. „Wenn man sieht, wie der Junge arbeitet, jeden Tag. Im ersten WM-Spiel so zu spielen, gleich ein Tor zu machen, ist in seinem Alter überragend“, lobte Kai Havertz. Brown bringe alles mit, was ein Schienenspieler brauche: Tempo, Zweikampfstärke und ein gutes Positionsspiel.

Eckballspezialist wider Willen

Gegen Curaçao war Brown auch für Eckbälle zuständig und legte Nico Schlotterbecks Kopfballtor auf. „Unser Standard-Trainer meinte, du kannst es“, erzählte Brown, der sich selbst die Standards nicht zugetraut hatte. Nagelsmann hatte bereits betont, Browns größtes Problem sei, dass er nicht wisse, wie gut er wirklich sei.

Ein Geburtstag im Teamquartier

Am Dienstag feiert Brown seinen 23. Geburtstag im Teamquartier in Winston-Salem. Die Glückwünsche werden nicht abreißen, denn „alle lieben diesen Nene“, wie es im Team heißt. Auch wenn Transfergerüchte um den FC Bayern München kursieren, lächelt Brown diese noch weg – auf seine freundliche Art. Seine Entwicklung bei Eintracht Frankfurt und nun in der Nationalmannschaft macht ihn zu einem Versprechen für die Zukunft.

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