Nagelsmann setzt auf Kontinuität im zweiten WM-Test
Nach dem spektakulären 4:3-Erfolg gegen die Schweiz sieht Bundestrainer Julian Nagelsmann kaum Anlass für grundlegende Änderungen im deutschen Fußballnationalteam. Für das zweite WM-Vorbereitungsspiel gegen Ghana am Montagabend in Stuttgart (20.45 Uhr/ARD) plant der Trainer weitgehend dieselbe Aufstellung wie beim Auftaktsieg in Basel.
Torwartposition als mögliche Ausnahme
Die einzige nennenswerte Änderung könnte im Tor erfolgen: Während Oliver Baumann als gesetzter WM-Torhüter gilt, könnte Alexander Nübel vor heimischem Publikum in Stuttgart sein drittes Länderspiel absolvieren. Der VfB-Stuttgart-Profi würde damit die Chance erhalten, sich als zuverlässiger Backup zu präsentieren.
Defensive soll stabilisiert werden
In der Viererkette mit Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum plant Nagelsmann trotz erkennbarer Defizite gegen die Schweiz keine Rotation. „Zweieinhalb Monate vor der WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada müssen wir die Abläufe in der Defensive festigen“, lautet die klare Marschroute des Bundestrainers.
Offensive Stärken als Trumpf
Im offensiven Mittelfeld bleibt Florian Wirtz nach seiner herausragenden Leistung gegen die Schweiz unverzichtbar. Neben ihm dürften Serge Gnabry und entweder Lennart Karl oder Leroy Sané die Dreierreihe bilden. Nagelsmann signalisierte Sané dabei ausdrücklich eine weitere Chance.
Im Sturm setzt der Bundestrainer weiter auf Kai Havertz, der dringend Spielpraxis benötigt. Für Deniz Undav, den Liebling der VfB-Fans, bliebe damit vorerst nur die Jokerrolle.
Die voraussichtlichen Aufstellungen
Deutschland: Nübel (VfB Stuttgart, 29/2) – Kimmich (Bayern München, 31/107), Tah (Bayern München, 30/44), Schlotterbeck (Borussia Dortmund, 26/24), Raum (RB Leipzig, 27/35) – Stach (Leeds United, 27/3), Goretzka (Bayern München, 31/68) – Sané (Galatasaray Istanbul, 29/73), Gnabry (Bayern München, 30/58), Wirtz (FC Liverpool, 22/38) – Havertz (FC Arsenal, 26/56). Trainer: Nagelsmann
Ghana: Ati Zigi (St. Gallen, 29/28) – Yirenkyi (FC Nordsjaelland, 20/9), Adjetey (VfL Wolfsburg, 22/8), Djiku (Spartak Moskau, 31/37), Köhn (Union Berlin, 27/2) – Fatawu (Leicester City, 22/26), Partey (FC Villarreal, 32/55), Sibo (Real Oviedo, 27/6), Semenyo (Manchester City, 26/33) – Adu (Viktoria Pilsen, 22/3), Ayew (Leicester City, 34/116). Trainer: Addo
Schiedsrichter des Spiels wird der Engländer Stuart Attwell sein. Für Nagelsmann und sein Team geht es darum, die positiven Eindrücke aus dem Schweiz-Spiel zu bestätigen und gleichzeitig defensive Schwächen zu minimieren.



