Wegen irreführender Messi-Werbung: Vancouver Whitecaps zahlen hohe Strafe
Müller-Klub zahlt Strafe für Messi-Werbung

Wegen irreführender Messi-Werbung: Vancouver Whitecaps zahlen hohe Strafe

Der kanadische Fußballklub Vancouver Whitecaps, bei dem Bayern-München-Legende Thomas Müller (36) unter Vertrag steht, muss eine empfindliche Geldstrafe in Höhe von 450.000 kanadischen Dollar zahlen. Das entspricht etwa 283.000 Euro. Grund dafür ist eine irreführende Werbekampagne, die den argentinischen Superstar Lionel Messi (38) in den Mittelpunkt stellte, obwohl dieser letztlich nicht zum Einsatz kam.

Die Vorgeschichte: Enttäuschte Fans und versprochene Superstars

Vor dem MLS-Saisonspiel am 25. Mai 2024 gegen Inter Miami CF hatte der Verein aus Vancouver das Aufeinandertreffen intensiv beworben. Im Fokus der Marketingmaßnahmen standen dabei die prominentesten Gesichter des Gegners: neben Lionel Messi auch Luis Suarez (39), Sergio Busquets (37) und Jordi Alba (36). Die Werbung zeigte Wirkung – mehr als 50.000 Tickets wurden verkauft, und die Fans freuten sich auf ein Spiel mit internationalen Top-Stars.

Doch wenige Tage vor der Partie kam die Ernüchterung: Whitecaps-Geschäftsführer Axel Schuster (54) bestätigte, dass Messi und seine Teamkollegen nicht auflaufen würden. Miami-Trainer Gerardo Martino (63) hatte ihnen eine Pause gewährt. Als Entschädigung bot Vancouver den enttäuschten Zuschauern am Spieltag lediglich 50 Prozent Nachlass auf Speisen und Getränke an. Eine rechtliche Haftung für die ausgebliebenen Stars wollte der Klub zunächst nicht anerkennen.

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Das Gerichtsurteil: Rechtssicherheit für enttäuschte Zuschauer

Nun hat der Oberste Gerichtshof der Provinz British Columbia in einem Vergleichsverfahren eindeutig Position bezogen. Die Richter sprachen den klagenden Fans Recht und verpflichteten die Vancouver Whitecaps zur Zahlung der hohen Geldstrafe. In einer offiziellen Mitteilung erklärte der Verein: „Der Vancouver Whitecaps FC bestätigt, dass die Einigung im Rahmen der Sammelklage bezüglich des MLS-Saisonspiels des Vereins gegen Inter Miami CF am 25. Mai 2024 heute vom Obersten Gerichtshof von British Columbia genehmigt wurde.“

Darüber hinaus muss der Klub seine Vertragsbedingungen bei Ticketkäufen grundlegend überarbeiten. Künftig muss folgender Hinweis enthalten sein: „Der Ticketinhaber erkennt hiermit an und bestätigt, dass sich die Mannschaftsaufstellungen und Spieleraufstellungen jederzeit vor oder während der Veranstaltung ändern können.“ Zusätzlich heißt es: „Der Ticketinhaber erkennt ferner an, dass Whitecaps FC keine Zusicherungen, Gewährleistungen und/oder Garantien in Bezug auf die Teilnahme oder Leistung einzelner Spieler an der Veranstaltung abgeben kann.“

Konsequenzen für die Sportbranche

Dieses Urteil hat Signalwirkung für die gesamte Sportbranche. Es unterstreicht, dass Vereine bei der Bewerbung von Spielen mit prominenten Athleten transparent und verantwortungsvoll handeln müssen. Die Praxis, mit Superstars zu werben, die möglicherweise nicht antreten, kann teure rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Für Thomas Müller und seine Vancouver Whitecaps bedeutet die Strafe nicht nur einen finanziellen Rückschlag, sondern auch einen Imageschaden. Der Fall zeigt deutlich, dass Sportorganisationen ihre Marketingstrategien kritisch überprüfen und die Erwartungen der Fans respektieren sollten.

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