Massenschlägerei mit Feuerlöscher bei Berliner Kreisliga-Spiel: 20 Beteiligte prügeln los
Massenschlägerei bei Berliner Kreisliga-Spiel mit Feuerlöscher

Eskalation nach Lokalderby: Feuerlöscher-Attacke bei Kreisliga-Massenschlägerei in Berlin

Erneut ist es bei einer Sportveranstaltung in der Hauptstadt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen. Nur einen Tag nach der viel beachteten Clan-Klopperei bei einem Boxkampf im Velodrom eskalierte am Sonntagnachmittag die Situation bei einem Fußballspiel der Kreisliga C in Berlin-Hellersdorf. Nach dem 6:0-Sieg von Eintracht Mahlsdorf (4. Herren) im Lokalderby gegen den Hellersdorfer FC (1. Herren) kam es zu einer Massenschlägerei mit bis zu 20 Beteiligten, bei der sogar ein Feuerlöscher als Waffe eingesetzt wurde.

Feuerlöscher-Attacke und zahlreiche Verletzte

Laut Polizeiangaben wurde unmittelbar nach dem Schlusspfiff ein Spieler der siegreichen Mahlsdorfer Mannschaft von einem gegnerischen Fan angegriffen und dabei verletzt. Dieser Vorfall löste eine Kettenreaktion aus, die schnell in eine großangelegte Schlägerei zwischen Anhängern und Spielern beider Vereine mündete. Besonders dramatisch: Ein weiterer Fan griff sich einen Feuerlöscher und sprühte damit in Richtung der Mannschaftskabine des Hellersdorfer FC.

Die Polizei wurde um 15:15 Uhr alarmiert und rückte mit vier Streifenwagen, einer Gruppenstreife und Zivilbeamten an. Parallel dazu trafen mehrere Rettungswagen der Feuerwehr am Stadion am Oschatzer Ring ein. Polizeisprecher Martin Halweg erklärte gegenüber Medien: „Nach der Niederlage der Hellersdorfer soll es zunächst zu Pöbeleien gekommen sein, die in eine Auseinandersetzung zwischen etwa 20 Beteiligten eskaliert sein soll.“

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Drei Leichtverletzte und strafrechtliche Konsequenzen

Bei der Massenschlägerei wurden drei Personen leicht verletzt, die jedoch eine medizinische Versorgung ablehnten. Die Polizei nahm vor Ort umfangreiche Personalienfeststellungen bei mutmaßlich Beteiligten vor. Festnahmen erfolgten zwar nicht unmittelbar, jedoch wurden Strafermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Bereits das Spiel selbst war von großer Härte geprägt gewesen: Der Schiedsrichter zeigte sieben gelbe Karten und eine gelb-rote Karte. Die emotionale Geladenheit des Lokalderbys entlud sich somit nicht nur auf dem Platz, sondern setzte sich in den gewalttätigen Ausschreitungen nach Spielende fort.

Die Vorfälle werfen erneut Fragen nach der Sicherheit bei Amateurfußballspielen in Berlin auf und zeigen, wie schnell verbale Auseinandersetzungen in körperliche Gewalt umschlagen können. Die Ermittlungen der Polizei laufen derzeit auf Hochtouren.

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