Mainz erlebt europäisches Desaster in Straßburg
Aus der Traum vom historischen Halbfinaleinzug: Das Mainzer Märchen in der Conference League ist nach einer desolaten Leistung in Straßburg jäh geplatzt. Der FSV Mainz 05 verlor das Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg verdient mit 0:4 (0:2) und scheidet trotz des 2:0-Erfolgs im Hinspiel aus der europäischen Konkurrenz aus.
Klassenunterschied wird deutlich sichtbar
Über weite Strecken des Spiels offenbarte sich ein deutlicher Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften. Während Mainz vor 31.000 Zuschauern im „Hexenkessel“ Stade de la Meinau vor allem auf kompakte Defensive setzte, dominierte der Achte der französischen Ligue 1 das Spielgeschehen von Beginn an. Trainer Urs Fischer hatte zwar vor einem „Feuerwerk ab der ersten Sekunde“ gewarnt und seine Spieler zu mutigem Agieren aufgefordert, doch diese Marschroute wurde kaum umgesetzt.
Die Straßburger gingen bereits in der ersten Halbzeit durch Tore von Sebastian Nanasi (26. Minute) und Abdoul Ouattara (35. Minute) in Führung und egalisierten damit das scheinbar beruhigende Polster aus dem Hinspiel. Ohne den überragenden Mainzer Torhüter Daniel Batz, der sogar einen Foulelfmeter von Emmanuel Emegha in der 66. Minute parierte, wäre das Aus für die Rheinhessen noch früher besiegelt gewesen.
Bitteres Ende nach vielversprechendem Start
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hätte der FSV Mainz ein internationales Halbfinale erreichen können. Stattdessen endet die europäische Reise nach einer enttäuschenden Gesamtleistung. In der Gesamtabrechnung der Conference League gibt es damit auch bei der fünften Austragung keinen deutschen Sieger.
Fischer reagierte in der zweiten Halbzeit mit der Einwechslung des lange verletzten Spielmachers Nadiem Amiri, was die Partie kurzzeitig ausgeglichener gestaltete. Doch die zwingenderen Torchancen hatte weiterhin Straßburg. Julio Enciso traf in der 69. Minute nach einer tollen Kombination ins leere Tor, Emmanuel Emegha erhöhte nur fünf Minuten später per Kopf zum 4:0-Endstand.
Der Traum vom Endspiel in Leipzig am 27. Mai ist damit für Mainz geplatzt. Stattdessen kämpfen die Franzosen am 30. April und 7. Mai im Halbfinale um den Finaleinzug. Für den FSV Mainz bleibt nur die bittere Erkenntnis, dass die große Chance auf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte ungenutzt verpasst wurde.



