Mainz 05 erlebt bitteres Viertelfinal-Aus in der Conference League
Der Traum vom erstmaligen Halbfinaleinzug in der Conference League ist für den FSV Mainz 05 geplatzt. Bei Racing Straßburg erlitt die Mannschaft von Trainer Urs Fischer eine deutliche 0:4 (0:2)-Niederlage und verspielte damit den komfortablen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel. Damit endet auch die Hoffnung auf ein Finale mit deutscher Beteiligung am 27. Mai in Leipzig. Bislang hat noch kein Bundesliga-Club den seit 2021/22 ausgetragenen Wettbewerb gewonnen.
Straßburgs frühe Tore stellen alles auf null
Im Stade de la Meinau drehten die Gastgeber die Partie innerhalb weniger Minuten. Sebastian Nanasi erzielte in der 26. Minute das 1:0, Abdoul Ouattara folgte nur neun Minuten später mit dem 2:0. Damit war der Hinspielvorsprung der Mainzer ausgeglichen, und die Franzosen übernahmen komplett die Kontrolle über das Spiel. Torhüter Daniel Batz zeigte zwar eine starke Leistung und hielt in der 66. Minute sogar einen Foulelfmeter von Emmanuel Emegha, doch kurz darauf machten Julio Enciso (69.) und Emegha (74.) mit zwei weiteren Treffern alles klar.
Fischers Warnung vor dem "Feuerwerk" bewahrheitet sich
Trainer Urs Fischer hatte vor einem "Feuerwerk der Gastgeber" gewarnt - und behielt leider recht. Er setzte auf die gleiche Startelf wie im Hinspiel und ließ Fußball-Nationalspieler Nadiem Amiri, der erst kürzlich von einer siebenwöchigen Verletzungspause zurückgekehrt war, zunächst auf der Bank. Die Mainzer starteten zwar hellwach und aufmerksam in den Zweikämpfen, doch nach der frühen Gelben Karte für Dominik Kohr in der 19. Minute geriet die Partie zunehmend außer Kontrolle.
Mehr als die offiziell zugelassenen 2.400 FSV-Fans unterstützten ihre Mannschaft bei der nur etwa 200 Kilometer entfernten Auswärtsfahrt ins grenznahe Straßburg. Sie mussten jedoch mitansehen, wie ihre Mannschaft nach den frühen Gegentoren den Überblick verlor. Batz verhinderte vor der Pause mit einer starken Parade gegen Enciso noch Schlimmeres, doch die Wende blieb aus.
Amiri-Einsatz bringt keine Wende
Zur zweiten Halbzeit brachte Fischer wie erwartet Nadiem Amiri ins Spiel. Doch auch der Nationalspieler konnte die Partie nicht drehen. Zwar besann sich Mainz kurzzeitig auf die eigene Offensivstärke, doch nach dem gehaltenen Elfmeter durch Batz machte Straßburg mit zwei weiteren Toren endgültig den Sack zu. Die Abwehr der Nullfünfer verlor in den entscheidenden Momenten den Überblick und hatte gegen den Tabellenachten der französischen Ligue 1 keine Antwort parat.
Die Bauchlandung in Straßburg bedeutet das bittere Aus im Viertelfinale und das Ende der europäischen Träume in dieser Saison für Mainz 05. Trainer Urs Fischer und sein Team haben nun viel zu korrigieren, um in der Bundesliga und im nächsten europäischen Anlauf erfolgreicher zu sein.



