Fußball-Historie im Vatikan: Lok Leipzig tritt gegen die Schweizergarde an
Eine außergewöhnliche Reise steht für Spieler des Traditionsvereins Lok Leipzig bevor. Im Juni 2026 werden sie nach Rom fliegen, um dort ein besonderes Fußballspiel zu bestreiten. Die Mannschaft wird auf eine Auswahl des Vatikans treffen, die voraussichtlich vorrangig aus Mitgliedern der berühmten Schweizergarde besteht.
Die Reisepläne der Leipziger Delegation
Am 4. Juni starten René Schmidt, Marcel Hensgen, Robert Sommer, Torsten Jülich und Stefan Knoof gemeinsam mit Spielern des Berliner Vereins KSV Johannisthal von Berlin aus nach Rom. Gleich nach der Ankunft erwartet die Delegation ein offizieller Empfang in der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Dieser diplomatische Auftakt unterstreicht die besondere Bedeutung dieser sportlichen Begegnung.
Das eigentliche Spiel findet am darauffolgenden Tag, dem 5. Juni, um 18:30 Uhr statt. Austragungsort ist der Sportplatz des Vatikans, was diese Partie zu einem wahrhaft historischen Ereignis macht. Für den Traditionsverein aus Leipzig stellt diese Reise eine besondere Ehre und Imagechance dar, wie René Schmidt betont.
Besondere Botschafterrolle für den Traditionsverein
René Schmidt, der einst mit dem VfB Leipzig in der Bundesliga spielte, zeigt sich begeistert von dieser Möglichkeit: „Eine riesige Imagegeschichte für unseren Klub. Schön, dass wir solche Botschafter sein können.“ Der 51-jährige sieht in dieser Reise eine wertvolle Gelegenheit, den Namen Lok Leipzig international zu präsentieren und die Tradition des Vereins zu würdigen.
Im Tor wird mit Sven Beuckert, ehemaliger Spieler von Erzgebirge Aue und Union Berlin, ein erfahrener und starker Torwart stehen. Seine Präsenz verspricht eine solide defensive Basis für die Leipziger Mannschaft in diesem besonderen Spiel.
Hoffnung auf päpstliche Audienz und kulturelles Rahmenprogramm
Ein besonderer Höhepunkt könnte sich noch ergeben: Offiziell wurde bereits eine Audienz beim Papst beantragt. Schmidt äußert die Hoffnung: „Vielleicht kommt er ja sogar, um das Spiel zu schauen. Man weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit macht die Reise noch spannender, denn eine päpstliche Präsenz wäre zweifellos ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten.
Neben dem sportlichen Wettkampf erwartet die Spieler ein umfangreiches kulturelles Programm. Am Tag nach dem Spiel sind verschiedene Führungen geplant, darunter eine Besichtigung des beeindruckenden Petersdoms. Erst am Sonntag tritt die Delegation die Rückreise nach Deutschland an.
Finanzierung durch die Spieler selbst
Was diese Reise besonders macht, ist die Tatsache, dass jeder Spieler die Kosten von etwa 1700 Euro selbst trägt. Schmidt erklärt: „Unterstützer wären natürlich sehr willkommen.“ Diese Eigeninitiative zeigt das besondere Engagement der Beteiligten für dieses außergewöhnliche Projekt.
Das Resümee von René Schmidt fällt entsprechend positiv aus: „Ein überragendes Programm. Das wird eine hochinteressante Sache.“ Für den Traditionsverein Lok Leipzig wird diese Reise in den Vatikan zweifellos zu einem unvergesslichen Kapitel in der Vereinsgeschichte werden.



