Bayer Leverkusen verpasst wichtigen Sieg in Heidenheim
Die Werkself von Bayer Leverkusen hat im Kampf um die erneute Teilnahme an der Champions League einen weiteren Rückschlag erlitten. Beim designierten Absteiger 1. FC Heidenheim kam die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand nicht über ein 3:3 (2:0) hinaus. Dies markiert das vierte Unentschieden in Serie in der Bundesliga und verhindert, dass Leverkusen bis auf zwei Punkte an den vierten Tabellenplatz heranrücken konnte.
Dominanter Start und frühe Führung
Nach einer kurzen Anlaufphase dominierte Leverkusen das Spiel zunächst vollständig. Malik Tillman erzielte in der 22. Minute das 1:0, nachdem Aleix García unbedrängt aus dem Mittelfeld flanken konnte und Tillman im Strafraum ohne Heidenheimer Gegenwehr vollendete. Nur dreizehn Minuten später, in der 35. Minute, nutzte Patrik Schick die großen Abwehrschwächen der Gastgeber eiskalt aus und erhöhte auf 2:0. Damit führte Leverkusen zur Halbzeit komfortabel.
Heidenheims beeindruckende Aufholjagd
Nach der Pause zeigte der 1. FC Heidenheim jedoch eine deutliche Steigerung. Hennes Behrens erzielte in der 56. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2. Der eingewechselte Marvin Pieringer verwandelte dann in der 72. Minute einen von Robert Andrich verursachten Foulelfmeter zum Ausgleich. Trotz des erneuten Führungstreffers von Patrik Schick in der 79. Minute gelang Pieringer nur sechs Minuten später, in der 85. Minute, der Endstand zum 3:3.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt hatte vor dem Spiel bei Sky betont: „So etwas vergisst man nicht, so was will man kein zweites Mal haben“, in Anspielung auf die 0:6-Niederlage im Hinspiel. Dieses Mal gelang es seiner Mannschaft, die hohe Niederlage zu vermeiden und sogar einen Punkt zu erkämpfen.
Kritik an der Defensive und Leverkusens Sorglosigkeit
Während der Pause kritisierte Heidenheims Geschäftsführer Holger Sanwald bei Sky die defensive Leistung seines Teams: „Wir verteidigen einfach nicht gut genug“. In der zweiten Halbzeit spielte der 1. FCH jedoch offensiv deutlich besser. Leverkusen zeigte sich nach der Pause etwas zu sorglos und passiv, selbst nach Schicks zweitem Treffer konnte die Werkself das Spiel nicht mehr kontrollieren.
Dieses Unentschieden kommt für Leverkusen zur denkbar ungünstigsten Zeit, nur vier Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League beim FC Arsenal. Die Mannschaft muss nun in den verbleibenden Spielen der Bundesliga konsequenter auftreten, um die angestrebte Qualifikation für die Königsklasse nicht zu gefährden.



