Leicester City: Vom Premier-League-Champion zum Absturz in die Drittklassigkeit
Leicester City stürzt zehn Jahre nach Titel in 3. Liga ab

Leicester City: Zehn Jahre nach Sensationstitel folgt Absturz in Drittklassigkeit

Exakt ein Jahrzehnt nach dem größten Coup der englischen Fußballgeschichte erlebt Leicester City einen historischen Tiefpunkt. Der ehemalige Premier-League-Meister muss nach der enttäuschenden Saison in der Championship den bitteren Gang in die drittklassige League One antreten. Der Abstieg wurde am drittletzten Spieltag durch ein 2:2-Unentschieden gegen Hull City besiegelt, wodurch die "Füchse" die Abstiegszone nicht mehr verlassen können.

Das Spiel gegen Hull City besiegelt das Schicksal

Bei der entscheidenden Partie im King Power Stadium gingen die Gastgeber zunächst durch ein Tor von Liam Millar in der 18. Minute in Rückstand. Leicester schien die Wende zu schaffen, als James Jordan in der 52. Minute per Elfmeter ausglich und Luke Thomas nur zwei Minuten später das 2:1 erzielte. Doch Oli McBurnie traf in der 63. Minute zum endgültigen 2:2 für Hull City, was den Abstieg Leicesters mathematisch besiegelte.

Von der größten Sensation zum dramatischen Fall

Die Entwicklung markiert einen dramatischen Kontrast zur glorreichen Vergangenheit des Klubs. Leicesters Meisterschaft 2016 gilt unbestritten als größte Sensation der englischen Fußballgeschichte, als das Team unter Claudio Ranieri gegen alle Wahrscheinlichkeiten den Titel gewann. 2021 folgten weitere Triumphe mit dem FA-Cup-Sieg gegen Chelsea und dem Erfolg im englischen Supercup gegen Manchester City.

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Bereits 2025 war Leicester aus der Premier League abgestiegen, doch der neuerliche Fall in die Drittklassigkeit übertrifft alle negativen Erwartungen. Interessanterweise hatte der Klub 2008 bereits einmal in der League One gespielt, damals aber nach nur einer Saison den sofortigen Wiederaufstieg geschafft - was den Startschuss für die späteren goldenen Jahre bedeutete.

Absturz mit deutlichen Vorzeichen

Der neuerliche Niedergang zeichnete sich seit Monaten deutlich ab. Von den letzten 18 Ligaspielen konnte Leicester nur ein einziges gewinnen. Hinzu kam die schwere Hypothek eines Sechs-Punkte-Abzugs zu Saisonbeginn wegen Verstößen gegen die Finanzregeln des englischen Fußballs.

Die Unzufriedenheit bei den Fans wächst stetig. Teile der Anhängerschaft protestieren offen gegen Klubboss Khun Aiyawatt 'Top' Srivaddhanaprabha, den thailändischen Milliardär, der den Verein führt. Andere fordern vehement die Entlassung von Sportdirektor Jon Rudkin oder kritisieren die Leistungen der Spieler mit deutlichen Worten.

Zukunft ungewiss nach historischem Tiefpunkt

Die aktuelle Situation stellt Leicester City vor enorme sportliche und organisatorische Herausforderungen. Der Absturz in die drittklassige League One bedeutet nicht nur einen finanziellen Rückschlag, sondern auch einen Imageschaden für den einstigen Vorzeigeklub. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Verein die Kraft findet, sich ähnlich wie nach dem Abstieg 2008 wieder zu erheben oder ob der Niedergang weiter fortschreitet.

Die Fußballwelt blickt mit Bedauern auf diese Entwicklung, erinnert sich doch jeder noch lebhaft an die magische Saison 2015/16, als Leicester gegen alle Erwartungen die englische Fußballelite aufmischte und Geschichte schrieb. Nun beginnt ein neues, ungewisses Kapitel für die "Füchse" aus dem East Midlands.

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