Arsenal im Champions-League-Halbfinale - doch die Kritik nimmt zu
Während in München ein packendes 4:3 zwischen Bayern und Real Madrid für Furore sorgte, bot der FC Arsenal in London ein enttäuschendes Bild. Das 0:0 gegen Sporting Lissabon im Champions-League-Viertelfinale reichte zwar für den Einzug ins Halbfinale, doch die schwache Leistung der Gunners sorgt für wachsende Unruhe.
Rice wehrt sich gegen Kritik - Arteta rechtfertigt die Mannschaft
Schlüsselspieler Declan Rice zeigte sich nach dem Spiel erstaunt über die negative Berichterstattung. „Frustrierend? Ach was, wir sind im Halbfinale. Was kümmert es uns, was andere denken?“, erklärte der erkältete Mittelfeldspieler. Sein Vergleich mit Per Mertesackers legendärem WM-Interview von 2014 unterstrich die angespannte Stimmung.
Trainer Mikel Arteta verteidigte sein Team ebenfalls energisch. „Worüber reden wir eigentlich? Genießt doch einfach, wo wir als Verein stehen“, sagte der Spanier trotzig. Er verwies auf die enorme Belastung durch den eng getakteten Spielplan und betonte, dass Arsenal als einziger englischer Club noch im Wettbewerb sei.
Personelle Probleme und der Blick auf die Premier League
Die Londoner mussten das Rückspiel gegen Sporting ohne mehrere Stammspieler bestreiten:
- Kapitän Martin Ödegaard fehlte verletzt
- Bukayo Saka war nicht einsatzbereit
- Jurrien Timber konnte nicht auflaufen
Entscheidend für den Halbfinaleinzug war letztlich ein Tor von Kai Havertz im Hinspiel. Der deutsche Nationalspieler kam auch im Rückspiel nur als Joker zum Einsatz.
In der Premier League führt Arsenal zwar mit sechs Punkten vor Manchester City, hat jedoch ein Spiel mehr absolviert. Das direkte Duell am Sonntag könnte das Titelrennen wieder vollkommen öffnen, sollte City gewinnen.
Historische Chance und kommende Herausforderungen
Nach dem Halbfinaleinzug in der Vorsaison will Arsenal diesmal den Schritt ins Finale schaffen. Am 30. Mai 2026 findet das Endspiel in Budapest statt. Zuvor müssen sich die Gunners im Halbfinale (29. April und 5. Mai) gegen Atlético Madrid behaupten.
Arteta betonte die historische Dimension: „Es gibt einen Grund, warum wir das einzige englische Team im Wettbewerb sind. Diese Liga und dieser Spielplan zehren an einem. Es ist wahnsinnig schwierig, das zu erreichen, was wir geschafft haben.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Arsenal die Kritik in überzeugende Leistungen ummünzen kann.



