Die Kovac-Debatte: Ein unnötiges Spektakel
Die Diskussion um Niko Kovac beim BVB ist spektakulär doof. Wer in der kommenden Saison noch fest im Sattel sitzt, ist ungewiss. Das Trainerkarussell dreht sich kräftig, doch viele Fragen bleiben offen. Tobias Holtkamp berichtet am 01.05.2026 um 17:55 Uhr.
Unruhe trotz Kontinuitätsforderungen
Wie sich das Trainerkarussell dreht, kann einem übel werden. Obwohl Bundesliga-Macher und Fans nach Kontinuität rufen, bricht schnell Unruhe aus, wenn drei Spiele verloren gehen. Beim BVB wurde bereits diskutiert, wer Kovac im Sommer ablösen müsste. Das ist einfach schlecht.
Der immergleiche Vorwurf
Im schwarzgelben Land lautet der Vorwurf: Kovac-Fußball mache keinen Spaß und sei zu selten Spektakel. Viele BVB-Fans tun so, als wären ihnen spektakuläre Spiele wichtiger als Punkte. Das ist spektakulär doof und zeigt, wie sehr sie den harten Weg nach oben vergessen haben.
Was wäre, wenn?
Wie laut wäre das Geschrei, wenn Dortmund Partyfußball böte, aber Siebter oder Achter wäre? Sie würden meckern, murren und motzen. Unzufriedenheit und Nölen gehören offenbar zur Dortmunder DNA wie Überzeugung und Selbstbewusstsein zu den Bayern.
Sieben Klubs vor ungewisser Zukunft
Abseits von Dortmund geht es an sieben Bundesliga-Standorten um eine Neubesetzung der Cheftrainer-Position. Offiziell ohne Coach sind Augsburg, Union Berlin, Köln und Wolfsburg. Sie haben ihre Übungsleiter nur bis Saisonende festgelegt, was Unruhe bringt.
Druck in Berlin und Köln
In Berlin und Köln ist zu vernehmen, dass Leistungsträger in die Zukunftspläne einbezogen werden möchten. Sportchef Horst Heldt (Union) und Thomas Kessler (Köln) geraten unter Druck. Hinzu kommen Leverkusen, Frankfurt und Mönchengladbach.
Langfristige Lösung oder Stabilisator?
In Leverkusen wächst die Überzeugung, dass Kasper Hjulmand der richtige Mann war, um nach Erik ten Hag Ruhe und Ordnung zu bringen. Ob er die Idealbesetzung für die Zukunft ist, wird noch besprochen. In Mönchengladbach kämpft Eugen Polanski, der im November übernahm, um seinen Job. Sportchef Rouven Schröder hat sich noch nicht festgelegt – kein gutes Zeichen, da Polanski in der Rückrunde nur zwei Siege holte.
Frankfurt: Alles möglich
In Frankfurt ist die Lage prekär. Die Arbeit von Albert Riera, der im Februar antrat, bereitet schlaflose Nächte. Ob der Spanier über den Sommer bleibt, ist offen. Sportvorstand Markus Krösche könnte Riera bei einer schnellen Trennung zu seiner größten Fehleinschätzung erklären.
Fazit: Karussell dreht sich weiter
Das Trainerkarussell dreht sich und wird noch mehr Fahrt aufnehmen. Kein gutes Zeichen für die Klubs, aber gar nicht übel für die Kandidaten.



