Klose klettert auf Container: Ungewöhnliche Trainingsmethode beim 1. FC Nürnberg
Eine ungewöhnliche Szene spielte sich beim Training des 1. FC Nürnberg ab: Trainer Miroslav Klose kletterte auf einen Container, um von dessen Dach aus das Trainingsspiel seiner Mannschaft zu beobachten. Der ehemalige Weltmeister von 2014 griff damit zu einer unkonventionellen Methode, um neue Perspektiven für sein Team zu gewinnen.
Druck auf den Club wächst nach schwacher Phase
Der Hintergrund für diese außergewöhnliche Aktion ist der sportliche Druck, der auf dem Traditionsverein lastet. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen und einer jüngsten Niederlage in Berlin mit 1:2 beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz 16 lediglich noch fünf Punkte. Das kommende Heimspiel am Samstag um 13 Uhr gegen Fortuna Düsseldorf wird damit zur Pflichtaufgabe, um den schwindenden Punktepuffer nicht weiter schmelzen zu lassen.
Besonders besorgniserregend ist die desaströse Auswärtsbilanz des FCN: Mit nur acht Punkten auswärts ist Nürnberg das schwächste Team der gesamten 2. Bundesliga. Umso wichtiger ist die seit September andauernde Heimstärke, die nun erneut unter Beweis gestellt werden muss. Klose betonte: „Wir haben zu Hause ein anderes Gesicht und das müssen wir auch zeigen, um Punkte einzufahren.“
Container-Perspektive soll neue Einsichten bringen
Die ungewöhnliche Trainingsmethode mit dem Container erklärte der 47-jährige Trainer mit dem Wunsch nach besserer Übersicht. „Da sieht man besser die Bewegungen zwischen den Räumen, wie viel Platz ist. All das, was wir aus dem letzten Spiel so ein bisschen mitgenommen haben. Wie wir umschalten, wie wir uns verhalten, wenn wir rechts und links den Ball haben“, so Klose. Offenbar war der Trainer mit dem, was er aus der erhöhten Position beobachten konnte, zufrieden: „Da waren fußballerisch schon ein paar gute Sachen dabei.“
Basics werden gegen Düsseldorf entscheidend sein
Nach dem enttäuschenden Auftritt in Berlin fordert Klose von seiner Mannschaft eine deutliche Steigerung. Dabei geht es dem Trainer nicht nur um technische Aspekte: „In der 2. Liga geht es nicht nur ums Fußballerische und wie gut du mit dem Ball bist. Sondern es geht viel um Basics. Im letzten Heimspiel gegen Karlsruhe haben wir es geschafft. Und das wird jetzt wieder die Aufgabe sein. Sonst wird es gegen Düsseldorf schwer“, mahnte Klose.
Die kommenden Termine des 1. FC Nürnberg:
- 28. Spieltag – Sonntag, 5. April, 13:30 Uhr: Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig
- 29. Spieltag – Samstag, 11. April, 13 Uhr: Heimspiel gegen Dynamo Dresden
- 30. Spieltag – Samstag, 18. April, 13 Uhr: Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld
Der Club steht unter Druck und sucht mit kreativen Methoden nach Lösungen. Ob die Container-Perspektive den gewünschten Erfolg bringt, wird sich am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf zeigen.



