Klopp widerspricht Hoeneß' Kritik an Red Bull-Job: „Sehe es anders“
Klopp widerspricht Hoeneß' Kritik an Red Bull-Job

Klopp kontert Hoeneß' Kritik an seiner neuen Rolle bei Red Bull

Jürgen Klopp hat sich am Rande der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo zu den kritischen Äußerungen von Uli Hoeneß über seine neue Tätigkeit als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull geäußert. Der ehemalige Liverpool-Trainer zeigte sich zwar respektvoll gegenüber dem Bayern-Ehrenpräsidenten, machte jedoch deutlich, dass er dessen Meinung in dieser Sache nicht teilt.

Diplomatische, aber klare Worte von Klopp

Im Gespräch mit der Bild-Zeitung sagte der 58-Jährige: „Ich respektiere Uli Hoeneß schon immer aufs Allerhöchste, seine Meinung erst recht. Aber seine Meinung muss ja nicht immer deckungsgleich mit meiner sein. Und in dem Fall sehe ich es ein bisschen anders…“. Diese Aussage unterstreicht, dass Klopp trotz aller Wertschätzung für Hoeneß einen eigenen Standpunkt vertritt.

Hoeneß' Zweifel an der Passgenauigkeit

Uli Hoeneß hatte zuvor in einem Interview mit der Bild Bedenken geäußert, ob die Managementposition bei Red Bull wirklich zu Klopps Stärken passe. „Ich schätze ihn sehr, sehe ihn aber nur als Trainer und nichts anderes“, so der Bayern-Patron wörtlich. Hoeneß begründete seine Haltung damit, dass Klopps größte Qualitäten in der direkten Arbeit mit Spielern lägen – in seiner Emotionalität, seiner Ansprache und seiner Fähigkeit, Teams zu formen und zu motivieren.

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Aus Sicht von Hoeneß entspreche eine internationale Managementfunktion mit umfangreichen Reisetätigkeiten weniger diesem Profil. Gleichzeitig brachte er eine alternative Perspektive ins Spiel: Eine Zukunft Klopps als Bundestrainer könne er sich durchaus vorstellen, da diese Rolle ihn wieder näher an das sportliche Geschehen bringen würde.

Klopps aktueller Werdegang und olympische Präsenz

Jürgen Klopp hatte den FC Liverpool von 2015 bis 2024 trainiert und ist seit Anfang 2025 in seiner neuen Position bei Red Bull tätig. Aktuell verfolgt er die Olympischen Winterspiele gemeinsam mit seinem Sohn Marc live vor Ort und tritt dabei als Edelfan im deutschen und österreichischen Haus in Erscheinung. Seine Präsenz bei diesem Großevent unterstreicht seine internationale Vernetzung und sein anhaltendes Interesse am Sportgeschehen über den Fußball hinaus.

Die Diskussion zwischen zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen über Karrierewege und optimale Rollen im Profisport ausfallen können. Während Hoeneß auf bewährte Stärken pocht, scheint Klopp bereit zu sein, neue Herausforderungen anzunehmen und seinen Horizont zu erweitern.

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