Neues Vereinsheim in Penzlin seit Monaten ungenutzt - Stadt und Verein in Verhandlungen
Penzliner Vereinsheim seit Einweihung ungenutzt - Gründe geklärt

Neues Vereinsheim in Penzlin seit Einweihung vor neun Monaten ungenutzt

Im Juli des vergangenen Jahres feierten die Stadt Penzlin und der Penzliner Sportverein (SV) mit großer Freude die offizielle Einweihung des neuen Vereinshauses am Kunstrasenplatz. Der Bau, der insgesamt 1,65 Millionen Euro kostete, wurde pünktlich und ohne zusätzliche Kostenüberschreitungen fertiggestellt. Damals verkündeten die Verantwortlichen stolz, dass die Ära der provisorischen Dixi-Klos am Spielfeldrand endlich vorbei sei.

Zustand bleibt unverändert - Besucher verwundert

Doch neun Monate nach der feierlichen Eröffnung hat sich an der Situation leider nichts geändert, wie Dirk Bewersdorf, ein regelmäßiger Besucher der Heimspiele des Penzliner SV, berichtet. Das neue Gebäude und die sanitären Einrichtungen sind nach wie vor fest verschlossen, und die Zuschauer müssen weiterhin auf die mobilen Toiletten zurückgreifen. Viele Sportplatzbesucher zeigen sich verwundert und fragen sich, welche Gründe für die andauernde Sperrung verantwortlich sind.

Nutzungsvereinbarung als Hauptproblem

Bürgermeister Sven Flechner (parteilos) erklärt, dass ein wesentlicher Grund für die Verzögerung die noch nicht unterschriebene Nutzungsvereinbarung mit dem Penzliner SV ist. Diese Vereinbarung liegt dem Verein bereits seit dem Frühjahr des Vorjahres vor, doch der Sportverein hat Nachbesserungsbedarf angemeldet. Die Stadt kann jedoch die gewünschten Änderungen nicht erfüllen, wie der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter deutlich machte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Finanzielle Aspekte spielen dabei eine zentrale Rolle, so Flechner weiter. Die Diskussionen seien mittlerweile aber abgeschlossen, und er rechnet damit, dass die Vereinbarung noch in dieser oder der kommenden Woche unterzeichnet wird. Die Stadt fungierte zwar als Bauherrin, wird das Gebäude jedoch zur Nutzung an den Verein übergeben. Die Investition erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins und soll neben dem Schulsport vor allem dem Vereinssport zugutekommen.

Restarbeiten verzögern die Übergabe zusätzlich

Zusätzlich zu den vertraglichen Hürden stehen noch verschiedene Restarbeiten aus, obwohl der Bau offiziell als abgeschlossen gilt. So ist die obere Etage noch nicht ebenerdig vom Hang aus zugänglich, und eine notwendige Treppe muss erst fertiggestellt werden. Auch auf der Terrasse fehlt der vorgesehene Belag.

In den Toilettenräumen mangelt es zudem an Trennwänden, wie Bürgermeister Flechner erläutert. „Der Planer hatte offenbar die falsche Anzahl an Trennwänden in die Ausschreibung geschrieben“, so der Bürgermeister. Dieser Fehler sei erst bei Abschluss der Bauarbeiten aufgefallen. Die Stadt geht davon aus, dass diese Restarbeiten bis zum Mai abgeschlossen sein werden, und führt dazu intensive Gespräche mit der verantwortlichen Firma.

Haftungsfragen verhindern Teilnutzung

Selbst wenn die Toiletten mit der korrekten Anzahl an Trennwänden ausgestattet wären, blieben sie vorerst verschlossen. „Da die Übergabe an den Verein noch nicht stattgefunden hat, ist eine Nutzung auch von Teilen des Gebäudes bisher nicht möglich. Es geht hierbei um wichtige Haftungsfragen und die Bewirtschaftungskosten“, erklärt Flechner abschließend. Die Stadt und der Verein arbeiten nun gemeinsam an einer schnellen Lösung, um das lange erwartete Vereinsheim endlich für die Sportgemeinschaft zu öffnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration