Klopp über DFB-Job: „Keine Neuigkeiten“ – Gespräche laufen
Klopp über DFB-Job: „Keine Neuigkeiten“ – Gespräche laufen

Die Spekulationen um die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer reißen nicht ab. Jürgen Klopp (59), der nach seinem Abschied vom FC Liverpool als absoluter Wunschkandidat des DFB gilt, hält sich bedeckt – lässt aber gleichzeitig Hoffnung aufkeimen. Am Sonntagabend war der frühere Erfolgstrainer als TV-Experte bei MagentaTV im Einsatz und wurde von Moderator Johannes B. Kerner direkt auf das Thema angesprochen.

Kerner konfrontiert Klopp live on air

Kerner eröffnete die Sendung mit einem Augenzwinkern: „Jürgen, gibt es was Neues von der Otto-Fleck-Schneise?“ – eine Anspielung auf den früheren DFB-Sitz in Frankfurt, der mittlerweile in die Kennedyallee umgezogen ist. Klopp reagierte mit einem vielsagenden Lächeln und entgegnete: „Nein, es gibt nichts Neues. Wenn es etwas zu berichten gibt, seid ihr die Ersten, die es erfahren.“ Die Aussage dürfte die Gerüchteküche nicht gerade beruhigen.

Bereits vor wenigen Tagen hatte der 59-Jährige die deutschen Fußballfans mit offenen Worten aufhorchen lassen. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit“, erklärte Klopp bei MagentaTV. Damit deutete er an, dass er nach seiner Auszeit wieder Lust auf eine neue Herausforderung hat. Die Aufgabe als Bundestrainer reizt ihn offenbar sehr: „Auf der anderen Seite steht eine sehr, sehr reizvolle Aufgabe, eine sehr wichtige Aufgabe mit dem Job oder Amt des Nationaltrainers. Da kann ich jetzt nicht anders sagen als: Das interessiert mich schon.“

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Entscheidende Rolle für Mintzlaff

Allerdings ist Klopp nicht völlig frei in seiner Entscheidung. Der 59-Jährige arbeitet seit Anfang 2024 als Head of Global Soccer bei Red Bull und ist an seinen Vertrag gebunden. Sein „erster Ansprechpartner“ sei daher Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff, wie Klopp betonte. Ohne dessen Zustimmung wird ein Wechsel zum DFB nicht möglich sein. Die Gespräche zwischen den Parteien laufen bereits, doch ein Ergebnis steht noch aus.

Das enttäuschende WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft und der Rücktritt von Julian Nagelsmann haben die Dringlichkeit erhöht. Der DFB sucht dringend einen Nachfolger, der das Team wieder in die Erfolgsspur führen kann. Klopp gilt als Idealbesetzung, doch die Verhandlungen mit Red Bull gestalten sich komplex.

Die kommenden Tage könnten Klarheit bringen. Klopp selbst hält sich bedeckt, doch seine Signale sind eindeutig: Er ist bereit für die Aufgabe – wenn Red Bull ihn lässt.

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