Der 1. FC Köln steht kurz vor dem Klassenerhalt. Ein Sieg am Samstag (15.30 Uhr) bei Union Berlin könnte bereits am Sonntag die Rettung auf dem Sofa perfekt machen, falls die Konkurrenten patzen. Doch dafür muss Trainer René Wagner (37) das größte Problem seiner Mannschaft lösen: die Auswärtsschwäche.
Sieben Monate ohne Auswärtssieg
Unglaublich, aber wahr: Der FC hat seit dem 1:0-Sieg am 6. Spieltag in Hoffenheim kein einziges Auswärtsspiel mehr gewonnen. Das ist nun sieben Monate her. In elf Versuchen gelangen nur drei Unentschieden unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok (44) in Bremen (1:1), Heidenheim (2:2) und Hamburg (1:1). Auch Nachfolger Wagner blieb in seinen beiden Auswärtsspielen in Frankfurt (2:2) und St. Pauli (1:1) sieglos und holte nur zwei Punkte.
Der zwölfte Versuch an alter Wirkungsstätte
Jetzt folgt der zwölfte Anlauf, die Auswärtsseuche in den Griff zu bekommen. Ausgerechnet an der Alten Försterei, wo Wagner vor einer Saison fünf Monate lang als Co-Trainer von Steffen Baumgart (54) arbeitete. „Es war eine lehrreiche Zeit. Aber das blende ich aktuell aus und denke da jetzt nicht drüber nach“, sagt Wagner. Er glaubt an den ersten Auswärtssieg des Jahres: „Wir haben ein Super-Spiel gegen Leverkusen gemacht und wollen daran jetzt in Berlin anknüpfen. Wenn uns das gelingt, haben wir eine Riesenchance, das Spiel zu gewinnen.“
Die Rechnung für die Sofa-Rettung
Gelingt der Sieg, wäre der Klassenerhalt für Köln bereits am Sonntag perfekt, wenn St. Pauli (gegen Mainz) und Wolfsburg (in Freiburg) am 32. Spieltag maximal einen Punkt holen. Doch solche Rechenspiele lassen Wagner kalt: „Es wird ein ganz normaler Sonntag wie nach jedem anderen Spiel. Selbst wenn wir das Spiel gewinnen – die Saison ist dann noch nicht vorbei! Wir haben danach noch zwei Spiele, in denen wir erfolgreich auftreten wollen. Das besprechen wir intern jeden Tag.“



