Fortuna-Kapitän Kastenmeier: Selbstkritik nach Trainerwechsel und Abstiegskampf
Ein nachdenklicher Florian Kastenmeier (29) steht nach der 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel im Mittelpunkt. Der Torhüter und Kapitän von Fortuna Düsseldorf zeigt sich selbstkritisch wie nie zuvor in seiner Karriere. Die Situation beim Traditionsverein ist angespannt: Alexander Ende (46) ist bereits der dritte Trainer in dieser Saison, der versuchen muss, den Abstieg aus der 2. Liga zu verhindern.
„Ich hätte persönlich noch mehr vorangehen müssen“
Kastenmeier äußert sich deutlich zu seiner eigenen Verantwortung: „Ich hätte persönlich noch mehr vorangehen müssen und muss das auch tun. Auch ich muss besser spielen.“ Der Torwart, der seit Januar 2020 Düsseldorfs Nummer eins ist, stellt klar: „Man muss sich an die eigene Nase fassen: Wenn es der dritte Trainer und der zweite Sportvorstand ist, dann sind es nicht immer die Verantwortlichen, sondern wir Spieler stehen am Ende in der Pflicht.“
Der Fortuna-Kapitän betont besonders seine eigene Rolle: „Allen voran trifft das auf mich zu. Da muss ich noch mehr auf und neben dem Platz zeigen! Diese Lehre habe ich da rausgezogen.“ Die Worte des 29-Jährigen fallen in eine schwierige Phase für den Verein, der mit dem klaren Saisonziel „Aufstieg“ gestartet war.
Dritter Trainer in einer Saison
Neben den beiden bereits freigestellten Trainern Daniel Thioune (51) und Markus Anfang (51) kostete der sportliche Absturz auch Manager Klaus Allofs (69) und Sportdirektor Christian Weber (42) ihre Positionen. Jetzt übernimmt Alexander Ende die schwierige Aufgabe, in den letzten fünf Spielen den Klassenerhalt zu sichern.
Kastenmeier zum neuen Trainer: „Seine Inhalte sind klar. Das hat man schon in Münster gesehen.“ Ende war im März beim SC Preußen Münster freigestellt worden. Der Fortuna-Kapitän fügt hinzu: „Jetzt ist es wichtig, herauszufinden, was das Beste ist und was die Gruppe braucht.“
Zeitdruck vor dem entscheidenden Spiel
Insgesamt stehen dem neuen Trainer nur sechs Trainingseinheiten zur Verfügung, bevor das entscheidende Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten 1. FC Magdeburg ansteht. Das Duell am Samstag um 13 Uhr (live bei Sky) könnte wegweisend für den weiteren Verlauf des Abstiegskampfes sein.
Kastenmeier, der unter allen drei Trainern dieser Saison als Stammtorhüter und Kapitän agierte, muss nun auf dem Platz beweisen, dass seine selbstkritischen Worte auch in Taten umgesetzt werden können. Die Fortuna-Elf steht unter enormem Druck, nach der enttäuschenden Saisonleistung wenigstens den Verbleib in der 2. Liga zu sichern.



