Italiens WM-Hoffnung lebt: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch nach Nordamerika bringen
Italiens WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra retten (22.04.2026)

Italiens WM-Traum lebt weiter: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch nach Nordamerika bringen

Die Trauer in Italien nach dem verpassten dritten WM-Qualifikation in Folge war zunächst riesig. Die stolze Fußball-Nation hatte im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:5 verloren und damit das Aus besiegelt. Nationaltrainer Genaro Gattuso warf frustriert das Handtuch. Doch nun gibt es eine überraschende Wendung: Eine Sonderregel der Fifa könnte den Italienern doch noch die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ermöglichen.

Der Iran-Konflikt als Schlüsselfaktor

Der Grund für diese unerwartete Hoffnung liegt im Nahen Osten. Aufgrund des anhaltenden Krieges zwischen dem Iran und den USA ist es nicht ausgeschlossen, dass der Iran nicht zur WM reisen kann. Je nach Kriegsverlauf könnte dem asiatischen Land die Einreise verweigert werden, oder es verzichtet freiwillig auf das Turnier. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf ließ am Wochenende verlauten, man sei noch „weit von einer Einigung entfernt“. Der Iran hatte bereits vorgeschlagen, die Gruppenspiele nicht in Los Angeles und Seattle, sondern in Mexiko auszutragen – ein Vorschlag, den die Fifa ablehnte.

Entscheidendes Datum: 13. Mai 2026

Nun wird der 13. Mai 2026 zum entscheidenden Datum. Bis dahin muss der Iran final mitteilen, ob er an der WM teilnimmt oder nicht. Sollte danach ein Rückzug erfolgen, droht eine Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro. Sollte es tatsächlich so weit kommen, müsste die Fifa ein anderes Land nachnominieren. Laut Artikel 6,7 des WM-Reglements kann der Weltverband im Falle dieses Szenarios „einen anderen Verband nach freier Wahl“ als Ersatzteam bestimmen.

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Drei Möglichkeiten für einen Ersatz

Hier gibt es drei denkbare Optionen:

  1. Ein asiatisches Land erhält den Platz: Einen ähnlichen Fall gab es bereits vor 34 Jahren, als Dänemark aufgrund des Balkankrieges für das ausgeschlossene Jugoslawien nachrückte und anschließend sogar Europameister wurde.
  2. Eine zusätzliche Play-off-Runde: Die Fifa könnte eine Runde mit vier nicht qualifizierten Nationen organisieren – zwei aus Europa und zwei aus Asien. Allerdings ist dies aufgrund des engen Rahmenterminkalenders kaum praktikabel.
  3. Die bestplatzierte Mannschaft der Weltrangliste: Die Fifa könnte beschließen, die in der Weltrangliste bestplatzierte nicht qualifizierte Mannschaft nachzunominieren – das wäre Italien auf Platz 12. Viele Funktionäre wünschen sich die Squadra Azzurra bei der WM, da sie für hohe TV-Quoten sorgt.

Politische Spannungen und Italiens Chancen

Fifa-Boss Gianni Infantino betonte zwar kürzlich, dass es „Plan A“ sei, dass der Iran zur WM fahre, und dass es keinen „Plan B“ gebe. Allerdings dürfte Infantino angesichts der angespannten Lage nicht das letzte Wort haben. US-Präsident Donald Trump sagte bereits Mitte März: „Sie (Iran) sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens.“

Würde Italien tatsächlich ein Freilos erhalten, würden sie nicht – wie im Fall einer Qualifikation über die Playoffs – auf die Schweiz treffen, sondern in die Iran-Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten eingeteilt werden. Die Hoffnung der Italiener lebt also weiter, auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht.

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