Italien kurz vor WM-Comeback: Nur noch ein Sieg beendet zwölfjährige Durststrecke
Italien kurz vor WM-Comeback: Ein Sieg beendet Durststrecke

Italien kurz vor WM-Comeback: Nur noch ein Sieg beendet zwölfjährige Durststrecke

Die italienische Nationalmannschaft hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Fußball-Weltmeisterschaft gemacht. Nach einem mühsamen 2:0 (0:0)-Sieg gegen Nordirland in den Qualifikations-Playoffs steht das Team von Trainer Gennaro Gattuso nun vor dem entscheidenden Finale. Ein weiterer Erfolg am Dienstag in Bosnien würde das Ende einer peinlich langen Durststrecke bedeuten, denn Italien hat seit zwölf Jahren keine WM mehr gespielt.

Erleichterung nach dem Sieg gegen Nordirland

In Bergamo sorgte Sandro Tonali mit einem Flachschuss in der 56. Minute für die wichtige 1:0-Führung. Moise Kean von der Fiorentina sicherte den Sieg in der 80. Minute und ließ die Zuschauer aufatmen. Nach dem Spiel äußerte sich Tonali erleichtert: „Wir haben in dieser Woche ein bisschen Monster gesehen, wenn du zurückdenkst an das, was Italien in den letzten Jahren passiert ist.“ Der Mittelfeldspieler betonte, dass das Team sich von den Geistern der Vergangenheit befreit habe.

Verantwortung gegenüber einer ganzen Generation

Die italienische Presse hob die Bedeutung dieses Siegs hervor. Die „Gazzetta dello Sport“ schrieb pathetisch: „Amerika, wir sehen dich. Noch ein wenig klein, noch in der Ferne, aber du bist am Horizont erschienen.“ Das Blatt erinnerte daran, dass viele junge Fans Italien noch nie bei einer WM gesehen haben. Juventus-Profi Manuel Locatelli räumte ein: „Wir haben diese enorme Verantwortung gegenüber den Kindern gespürt.“

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Kritik an früheren Misserfolgen und aktuellen Jubelszenen

Italien musste sowohl 2018 als auch 2022 bei der WM zuschauen, nachdem das Team in den Playoffs an Schweden und Nordmazedonien gescheitert war. Die Zeitung „Tuttosport“ kommentierte sarkastisch: „Es stimmt ein wenig melancholisch, einen Sieg gegen Nordirland zu feiern und sich darüber zu freuen, als wäre es eine Heldentat. Doch weil wir uns so lange als Snobs aufgeführt haben, haben wir zwei Weltmeisterschaften verpasst.“

Nach dem Sieg gab es auch Kritik an den Jubelszenen der italienischen Spieler, die das Playoff-Halbfinale zwischen Bosnien und Wales verfolgten. TV-Experte Daniele Adani äußerte Unmut: „Wir wollten sie doch gar nicht zeigen, und jetzt sehen wir sie beim Jubeln... Wir müssen am Dienstag jubeln.“ Dies zeigt, dass die Sorgen vor einer weiteren Blamage noch nicht verschwunden sind.

Das entscheidende Finale in Bosnien

Trainer Gennaro Gattuso warnte vor dem Playoff-Finale am Dienstag in Zenica: „Wir werden mindestens 90 Minuten durch das Feuer gehen müssen.“ Die bosnische Mannschaft um Edin Dzeko hat sich im Elfmeterschießen gegen Wales durchgesetzt und ist heiß auf die Sensation. Für Italien geht es um alles: Ein Sieg würde nicht nur das WM-Ticket für Nordamerika sichern, sondern auch eine zwölfjährige Leidenszeit beenden. Die Erleichterung nach dem Nordirland-Sieg ist groß, doch die wahre Prüfung steht noch bevor.

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