Zweite Heimpleite in kurzer Folge: HSV stürzt in Abstiegssorgen
Ohne Schnee und Minusgrade, aber vor allem ohne Punkte! Der Hamburger SV hat das nachgeholte Spiel des 17. Spieltags gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 verloren. Die Partie war vor genau 50 Tagen aufgrund eines heftigen Wintereinbruchs abgesagt worden und wurde nun unter deutlich besseren Wetterbedingungen, jedoch mit einem für den HSV bitteren Ergebnis nachgeholt.
Eine Niederlage mit deutlicher Ansage
Nach der 1:2-Pleite gegen RB Leipzig am vergangenen Sonntag zeigte sich der HSV gegen die Werkself erneut klar unterlegen. Es war eine Niederlage, die sich über weite Strecken des Spiels bereits abzeichnete. Lange lag der Treffer für Leverkusen in der Luft, lange hatte der Gastgeber immer wieder Glück – bis in der 73. Minute der entscheidende Moment kam.
Der stark auftrumpfende Maza spielte mit viel Gefühl durch und fand seinen Teamkollegen Kofane. Der kamerunische Spieler knallte den Ball mit dem linken Fuß unhaltbar unter die Latte. Torwart Heuer Fernandes war bei diesem präzisen Schuss chancenlos.
Leverkusen verpasst frühere Führungschancen
Auf die Siegerstraße hätte Bayer Leverkusen eigentlich schon viel früher einbiegen können. Bereits in der 13. Minute scheiterte Terrier nach einer präzisen Flanke von Garcia nur knapp an der Latte. Wenige Sekunden später schien es noch schlimmer für den HSV zu kommen, als Ersatz-Kapitän Remberg Leverkusens Maza an der Strafraumkente von den Beinen holte.
Schiedsrichter Sören Storks entschied sofort auf Elfmeter, doch bei der Überprüfung durch den Video-Assistenten wurde deutlich, dass das Foulspiel knapp außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte. Eine knappe Entscheidung, die den HSV vor einem früheren Rückstand bewahrte.
HSV findet offensiv keine Mittel
Offensiv zeigte der Hamburger SV an diesem Abend kaum gefährliche Ansätze. Besonders bitter traf die Mannschaft die Verletzung von Bakary Jatta. Der zuletzt erkrankte Offensivspieler musste bereits nach 30 Minuten mit Problemen im Oberschenkel ausgewechselt werden – ein weiterer Rückschlag für das angeschlagene Team.
Auch in der zweiten Halbzeit begann Leverkusen besser und drückte auf die Führung. In der 54. Minute hatte Tapsoba mit einem Kopfball die nächste gute Chance, doch der Ball landete nicht im Netz. Ein weiterer Abschluss des Innenverteidigers fand zwar den Weg ins Tor, wurde jedoch wegen eines Handspiels nicht anerkannt.
Kofanes Treffer verändert die Tabellensituation
Dann kam der entscheidende Moment durch Kofane, der mit seinem Treffer den bisher heimstarken HSV (sieben ungeschlagene Spiele in Folge) wieder in akute Abstiegsgefahr schoss. In der Nachspielzeit hatte Stange noch eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, konnte diese jedoch nicht im Tor unterbringen.
Die Konsequenz dieser zweiten Heimpleite innerhalb von nur vier Tagen ist ernüchternd: Der Hamburger SV hat jetzt nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Sorgen vor einem erneuten Abstiegskampf sind plötzlich wieder sehr real und präsent.
Die Mannschaft um Kapitän Remberg steht nun vor der Herausforderung, diese Negativserie schnell zu beenden und die dringend benötigten Punkte zu sammeln, um den gefährlichen Bereich in der Tabelle zu verlassen.



