Hürzeler attackiert Arsenal: „Sie machen ihre eigenen Regeln“ nach knapper Niederlage
Hürzeler attackiert Arsenal nach Niederlage: „Eigene Regeln“

Hürzeler attackiert Arsenal: „Sie machen ihre eigenen Regeln“ nach knapper Niederlage

Nach der knappen 0:1-Niederlage gegen den FC Arsenal hat Brighton-Coach Fabian Hürzeler die Spielweise der Londoner Mannschaft scharf kritisiert. Der deutsche Trainer äußerte sich nach der Partie deutlich verärgert über das taktische Vorgehen der Gunners und warf ihnen vor, systematisch Zeit zu schinden.

„Nur eine Mannschaft hat versucht, Fußball zu spielen“

„Nur eine Mannschaft hat versucht, Fußball zu spielen“, echauffierte sich der frühere Trainer des FC St. Pauli in der Pressekonferenz. Hürzeler betonte seinen Stolz auf die Leistung seiner Brighton-Spieler: „Ich bin stolz darauf, wie wir das gemacht haben. Ich liebe es, wie wir gespielt haben.“

Das Spiel war bereits in der neunten Minute entschieden worden, als Bukayo Saka mit einem eigentlich harmlosen Schuss traf – unterstützt durch einen Patzer von Brighton-Keeper Bart Verbruggen. Anschließend konzentrierte sich Arsenal unter Trainer Mikel Arteta vor allem auf defensive Sicherheit.

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Hürzeler wirft Arsenal systematisches Zeitschinden vor

Besonders empört zeigte sich Hürzeler über das ausdauernde Zeitschinden der Gunners. „Das ist kein Fußball“, polterte der 33-Jährige. „Ich stelle Ihnen eine Frage: Haben Sie in einem Premier-League-Spiel schon mal einen Torwart dreimal zu Boden gehen sehen?“ Damit bezog er sich auf Arsenal-Keeper David Raya, der während der Partie dreimal auf dem Rasen lag.

Der Brighton-Coach forderte klare Konsequenzen: „Es geht um die Regeln. Die Premier League muss Regeln dagegen finden. Wenn die Liga und der Schiedsrichter alles erlauben, wird’s schwierig. Dann machen sie ihre eigenen Regeln. Im Moment habe ich das Gefühl, dass sie ihre eigenen Regeln machen, egal wie sie spielen.“

Konkrete Beispiele für Zeitverzögerung

Schon vor der Partie hatte Hürzeler die langen Ausführungen von Standardsituationen bei Arsenal kritisiert. „Niemand bemerkt das, aber wenn Arsenal eine Ecke hat und in Führung liegt, verbringen sie manchmal über eine Minute nur damit, die Ecke auszuführen“, bemängelte der Trainer.

Er forderte klare Vorgaben: „Deshalb müssen wir klare Regeln aufstellen, denn sonst haben wir am Ende eine Nettospielzeit von 50 statt manchmal 65 Minuten.“ Hürzeler betonte seine eigene Philosophie: „Ich will niemals ein Trainer sein, der auf diese Weise zu gewinnen versucht.“

Arteta weist Kritik zurück

Arsenal-Cheftrainer Mikel Arteta reagierte auf die Vorwürfe mit Ironie. Auf die Konfrontation mit Hürzelers Aussagen antwortete er trocken: „Was für eine Überraschung.“

Der Spanier verwies auf frühere Begegnungen zwischen den Teams: „Wenn man sich die früheren Spiele ansieht, findet man immer viele Kommentare dieser Art.“ Arteta verteidigte seine Mannschaft entschieden: „Ich liebe meine Spieler. Das ist das Wichtigste. Ich liebe meine Spieler, wir lieben unsere Spieler und ich liebe die Art und Weise, wie wir auftreten.“

Debatte über Fairplay in der Premier League

Die Kontroverse zwischen Hürzeler und Arteta wirft grundsätzliche Fragen zum Fairplay in der Premier League auf. Hürzelers Forderung nach klaren Regeln gegen Zeitschinden könnte eine breitere Diskussion über Spielzeit und taktische Zeitverzögerung in der englischen Liga auslösen.

Der deutsche Trainer betonte abschließend: „Natürlich wird jedes Team versuchen, Zeit zu schinden, aber es muss eine Grenze geben, und diese Grenze muss von der Premier League festgelegt werden. Die Grenze muss von den Schiedsrichtern festgelegt werden. Im Moment machen sie einfach, was sie wollen.“

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