Herthas Aufholjagd gestoppt: FC Kaiserslautern triumphiert in Berlin
Hertha BSC hat im packenden Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga einen herben Rückschlag erlitten. Die Berliner unterlagen im heimischen Olympiastadion vor 53.419 Zuschauern mit 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern und verpassten damit erneut die Chance, an die Spitzengruppe heranzurücken.
Berliner Dominanz ohne Torerfolg
In der ersten Halbzeit kontrollierte Hertha das Spielgeschehen deutlich und drängte die Gäste aus der Pfalz in die Defensive. Mit klugem Passspiel fanden die Berliner immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr. Fabian Reese verfehlte in der 11. Minute nur knapp das Tor, als sein Schuss am Außennetz landete. Trotz weiterer vielversprechender Angriffe fehlte es den Hauptstädtern an der nötigen Konsequenz vor dem Tor.
Berishas eiskalter Treffer entscheidet
Kurz nach der Pause wendete sich das Blatt. Mergim Berisha nutzte in der 47. Minute nach einer Ecke die Unentschlossenheit der Hertha-Abwehr und erzielte das entscheidende Tor des Tages. Der Stürmer, der bereits im vergangenen Sommer mit einem Wechsel nach Berlin in Verbindung gebracht worden war, traf eiskalt und brachte seine Mannschaft in Führung.
Die Berliner zeigten sich nach dem Rückstand verunsichert und verloren zeitweise ihre Spielsicherheit. Berisha hätte in der 81. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz sogar die Vorentscheidung herbeiführen können. In den Schlussminuten versuchten die eingewechselten Luca Schuler und Paul Seguin noch den Ausgleich, scheiterten jedoch aus besten Positionen.
Konsequenzen für das Aufstiegsrennen
Diese Niederlage könnte schwerwiegende Folgen für Herthas Aufstiegsambitionen haben. Während die Konkurrenz am Wochenende noch antreten muss, könnte der Abstand auf den Relegationsplatz bei fünf verbleibenden Spielen auf bis zu acht Punkte anwachsen. Der 1. FC Kaiserslautern verbesserte sich durch diesen Sieg auf Rang sieben und liegt nun nur noch einen Punkt hinter den Berlinern. Zudem gelang den Pfälzern eine kleine Revanche für die deutliche 1:6-Pokalpleite in Berlin im Dezember.
Ruhige Stimmung im Stadion
Im ersten Heimspiel nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Dresden, an denen auch Hertha-Fans beteiligt gewesen waren, blieb die Atmosphäre im und um das Olympiastadion laut Polizeiangaben ruhig. Ein großes Banner in der Ostkurve, das zuvor mit der Aufschrift "Ostkurve Hertha BSC gegen Polizeigewalt" zu sehen war, blieb diesmal ohne Schriftzug. Die Fans beschränkten sich auf das Anfeuern ihrer Mannschaft.
Trainer Stefan Leitl muss nun seine Mannschaft schnell wieder aufrichten, um die verbliebenen Chancen auf den Aufstieg nicht vollends zu verspielen. Die Berliner zeigten zwar gegen Kaiserslautern gute Ansätze, doch wie schon häufiger in dieser Saison fehlte am Ende die Effizienz im Abschluss.



