Hansa Rostock dominiert Viertelfinale mit Kopfball-Show
Im Viertelfinale des MV-Landespokals hat der Drittligist Hansa Rostock eine beeindruckende Leistung gezeigt und den 1. FC Neubrandenburg 04 mit 5:1 besiegt. Damit steht die Kogge nur noch zwei Schritte vom Titelgewinn entfernt im Halbfinale des Wettbewerbs.
Historische Vorgeschichte ohne Wiederholung
Das Duell war mit einer besonderen Brisanz beladen. Vor zwölf Jahren hatte der damalige Außenseiter aus Neubrandenburg mit einem 2:1-Sieg für eine große Überraschung gesorgt. Diese Niederlage kostete damals den Hansa-Trainer Andreas Bergmann seinen Job. In der aktuellen Begegnung blieb eine solche Überraschung jedoch aus. Von Beginn an machte der klare Favorit aus Rostock im Jahnsportpark seine Überlegenheit deutlich.
Rotierte Aufstellung und frühe Führung
Hansa-Cheftrainer Daniel Brinkmann nutzte die Gelegenheit für einige Rotationen. Stammtorwart Benjamin Uphoff, der in der 3. Liga gesetzt ist, bekam eine Pause. Auch der Dauerläufer Marco Schuster stand nicht im Kader. Stürmer Andreas Voglsammer führte die Mannschaft als Kapitän auf das Feld und lieferte sofort. Bereits in der 7. Minute köpfte Voglsammer nach einer Flanke zur frühen 1:0-Führung ein.
Kopfball-Dominanz setzt sich fort
Nach 29 Minuten fiel das 2:0 durch Verteidiger Lukas Wallner. Er köpfte einen Abpraller nach einem Freistoß von Cedric Harenbrock ein. Damit war bereits das zweite Tor mit dem Kopf erzielt. Die Profis von Hansa Rostock blieben weiter dominant, ließen jedoch drei weitere große Chancen ungenutzt. Zur Halbzeitpause stand es dennoch verdient mit 2:0 für die Gäste.
Kurzes Aufbäumen des Außenseiters
Zu Beginn der zweiten Halbzeit belebte der Jahnsportpark plötzlich auf. In der 49. Minute nutzte Spielertrainer Daniel Nawotke einen Fehler von Hansa-Torwart Max Hagemoser. Aus etwa 20 Metern schob der 36-Jährige den Ball ins leere Tor und verkürzte auf 2:1. Der Außenseiter schöpfte Hoffnung, und Hansa Rostock zeigte kurzzeitig leichte Unsicherheiten.
Voglsammer entscheidet mit Doppelpack
In der 66. Minute schlug Andreas Voglsammer erneut zu. Nach einer präzisen Flanke von Felix Ruschke köpfte der Routinier zum 3:1 ein. Es war sein zweiter Treffer an diesem Nachmittag und erneut ein Kopfballtor. Damit stand das dritte Kopfballtor für Hansa Rostock in dieser Partie. Die eingewechselten Spieler Maximilian Krauß in der 72. Minute und Emil Holten in der 89. Minute setzten mit ihren Treffern den Schlusspunkt zum 5:1-Endstand.
Weitere Ergebnisse im Landespokal
In den anderen Viertelfinalpartien setzten sich ebenfalls die Favoriten durch. Der Oberligist Anker Wismar siegte beim Sechstligisten FC Förderkader René Schneider mit 4:0. Der SV Pastow gewann mit 5:1 gegen den FSV Bentwisch. Das letzte Viertelfinale bestreiten noch die TSG Neustrelitz und der Greifswalder FC.
Hansa Rostock hat damit seine Pflichtaufgabe souverän erfüllt und zeigt sich mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung und speziell starker Kopfballpräsenz auf Titelkurs. Die historische Niederlage von vor zwölf Jahren wurde mit dieser deutlichen Demonstration der Stärke erfolgreich vergessen gemacht.



