Hamann mit klarem Rat an Wolfsburg: "Die Rettung hat einen Namen: Felix Magath"
Nach einer weiteren bitteren Niederlage steckt der VfL Wolfsburg immer tiefer im Abstiegskampf der Bundesliga. Die 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV hat die Krise bei den Wölfen weiter verschärft. Unmittelbar nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen auf dem Platz in einer großen Rudelbildung, während frustrierte Fans randalierten und sogar Schals anzündeten. Trainer Daniel Bauer steht nun massiv unter Druck und sein Rauswurf scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Hamann sieht in Magath die "Königslösung"
Sky-Experte Dietmar Hamann hat eine deutliche Empfehlung für den abstiegsbedrohten Verein: "Die Rettung hat einen Namen: Felix Magath." Der ehemalige Bundesliga-Star begründet seine Forderung nach einem Trainerwechsel mit der aktuellen Notlage des Clubs. "Da gibt es für mich jetzt keine zwei Meinungen. Du brauchst jemanden, der den Druck von der Mannschaft nimmt, der erfahren ist und der in diesen Situationen schon gearbeitet hat", erklärte Hamann.
Die Wolfsburger Spieler seien eigentlich deutlich besser, als es die Leistungen der vergangenen Monate vermuten ließen. Bei einem Trainerwechsel müsse jetzt jedoch alles stimmen: "Das ist die letzte Patrone, die sie jetzt zünden können. Es wird ein neuer Trainer kommen und mich würde es nicht wundern, wenn Felix die Nummer eins wäre."
Schwere Kritik an Trainer Bauer und der Mannschaft
Hamann übte scharfe Kritik an der aktuellen Führung des VfL Wolfsburg. Nach seiner Meinung hätten die Verantwortlichen eigentlich schon vor einer Woche reagieren müssen. "Die Aussagen vom Trainer nach dem letzten Spiel wären für mich schon alleine ein Trennungsgrund gewesen. Da die Kultur anzuzweifeln. Er ist da ein Teil davon", sagte Hamann deutlich.
Auch die Mannschaft selbst bekam ihr Fett weg: "Wenn man die Betreuer sieht, ich weiß gar nicht, was die auf dem Feld wollen und die Spieler. Was die Spieler nach dem Schlusspfiff zeigen, hätten sie mal besser auf dem Feld gezeigt in den 90 Minuten." Hamann kritisierte weiter: "Da verstecken sie sich seit Wochen und Monaten. Dann wenn das Spiel abgepfiffen ist, sind sie auf einmal mutig. Das kann ich gar nicht verstehen."
Sportdirektor Schwegler wirkt ratlos
Besonders besorgniserregend fand Hamann die Reaktion von Sportdirektor Pirmin Schwegler nach der Niederlage. "Wenn ich den Pirmin Schwegler höre, dann denke ich, die haben heute den Spielbetrieb eingestellt", kritisierte der Experte. "Das will ich als Fan, als Vorstandsmitglied oder auch als Spieler nicht hören. Ich will, dass da einer sitzt, der sagt: Wir setzen uns jetzt zusammen, finden Lösungen und dann gibt es neun Spiele Attacke."
Hamann betonte: "Abgestiegen sind sie noch nicht, aber wenn du die hörst, dann meinst du, dass die die Mannschaft heute abgemeldet haben. Das kann doch nicht sein."
Helmes kritisiert fehlenden Zusammenhalt
Auch der ehemalige Wolfsburger Patrick Helmes fand deutliche Worte für seinen Ex-Verein. "Dieses 'Wir' existiert nicht. Das muss einem Sorgen machen, auch die Bilder, die man jetzt sieht. Wenn man den Zusammenhalt nicht hat, ist Abstiegskampf unmöglich zu schaffen", sagte Helmes.
Besonders deutlich fiel seine Kritik an Torhüter Kamil Grabara aus, der beim Gegentor zum 1:1 alles andere als gut aussah: "Das ist kein Kindergeburtstag, wo man Topfschlagen spielt. Beim besten Willen nicht. Der hat den ja eigentlich schon und tapst dann einfach so ins Leere."
Die Experten sind sich einig: Der VfL Wolfsburg steht an einem kritischen Punkt. Ohne eine schnelle und entschlossene Reaktion der Vereinsführung droht der Gang in die 2. Bundesliga. Ob Felix Magath tatsächlich als Retter in die Volkswagen-Arena zurückkehren wird, bleibt abzuwarten.



