St.-Pauli-Präsident Göttlich lobt Kaderkosten-Begrenzung als wichtigen ersten Schritt
Göttlich: Kaderkosten-Begrenzung ist wichtiger erster Schritt

St.-Pauli-Präsident Göttlich lobt Kaderkosten-Begrenzung als wichtigen ersten Schritt

Die deutschen Profifußball-Clubs haben eine bedeutende Entscheidung getroffen, um die wirtschaftliche Stabilität in den Ligen zu stärken. Künftig dürfen sie maximal 70 Prozent ihrer relevanten Einnahmen für Personalausgaben verwenden. Diese Maßnahme wurde bei der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga von den 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga beschlossen.

Göttlich begrüßt klare Spielregeln

Oke Göttlich, der Präsident des FC St. Pauli, hat diese Entwicklung ausdrücklich begrüßt. „Die Begrenzung der Kaderkosten auf 70 Prozent des Umsatzes ist ein wichtiger erster Schritt“, erklärte der 50-Jährige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Göttlich hatte eine solche Regelung bereits mehrfach angeregt und betont ihre Bedeutung für den Wettbewerb.

„Wir brauchen klare Spielregeln, um den Wettbewerb und die wirtschaftliche Stabilität in der Liga zu sichern. Dazu können weitere Instrumente wie Kader- und Gehaltsobergrenzen beitragen“, sagte Göttlich weiter. Er sieht in diesen Maßnahmen einen Weg, um die Unabhängigkeit von externem Geld zu erhöhen und nachhaltiger zu agieren.

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Unterschied zum amerikanischen „Salary Cap“

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Deckelung der Kaderkosten nicht mit dem sogenannten „Salary Cap“ aus dem US-Profisport verwechselt werden darf. In Ligen wie der NFL, NBA oder NHL wird in Verhandlungen mit Spielergewerkschaften eine maximale Summe festgelegt, die alle Teams gleichermaßen für Gehälter ausgeben dürfen. Diese Obergrenze ist unabhängig vom individuellen Umsatz der Clubs.

Im Gegensatz dazu basiert die neue deutsche Regelung auf einem prozentualen Anteil am Umsatz, was eine flexiblere und an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Clubs angepasste Lösung darstellt. Diese Differenzierung ermöglicht es, die spezifischen Gegebenheiten des deutschen Fußballmarktes besser zu berücksichtigen.

Auswirkungen auf die Zukunft des Profifußballs

Die Einführung dieser Obergrenze wird voraussichtlich mehrere positive Effekte haben:

  • Erhöhte wirtschaftliche Stabilität: Clubs werden gezwungen, ihre Ausgaben stärker an ihren Einnahmen zu orientieren, was langfristig zu einer gesünderen Finanzlage führen kann.
  • Fairerer Wettbewerb: Durch die Begrenzung der Personalkosten wird verhindert, dass finanzstarke Clubs durch überhöhte Gehälter einen unfairen Vorteil erlangen.
  • Nachhaltigkeit: Die Unabhängigkeit von externen Geldgebern wird gestärkt, was zu einer robusteren und eigenständigeren Entwicklung der Clubs beiträgt.

Göttlichs Unterstützung für diese Maßnahme unterstreicht die wachsende Anerkennung der Notwendigkeit, strukturelle Reformen im deutschen Profifußball umzusetzen. Während dies als erster Schritt gilt, könnten in Zukunft weitere Regelungen folgen, um die wirtschaftliche Gesundheit und den sportlichen Wettbewerb in den Ligen weiter zu verbessern.

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