Laura Dahlmeier Park: Garmisch-Partenkirchen ehrt verstorbene Biathlon-Legende mit Parkumbenennung
Garmisch benennt Park nach Biathlon-Star Laura Dahlmeier

Stille Ehrung für eine Sportlegende: Garmisch-Partenkirchen widmet Park Laura Dahlmeier

Mehr als ein halbes Jahr nach dem tragischen Bergtod der Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat ihre Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen eine würdige Form des Gedenkens gefunden. In einer bewegenden und feierlichen Zeremonie wurde der historische Kurpark Partenkirchen offiziell in Laura Dahlmeier Park umbenannt. Die Veranstaltung, die ausdrücklich keine Trauerfeier sein sollte, sondern als „ein Fest für Laura Dahlmeier“ konzipiert war, zog hunderte Besucher an.

Ein Ort der Begegnung und stillen Dankbarkeit

Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU), die die Namensgebung maßgeblich vorangetrieben hatte, betonte in ihrer Ansprache die besondere Bedeutung dieser Entscheidung. „Der Park war stets eine Ruheoase für Einheimische und Besucher. Aber mit Lauras Namen bekommt er eine Tiefe und eine Richtung“, erklärte sie. Es solle bewusst kein Ort des Verlustes sein, sondern vielmehr „der Begegnung sein und der stillen Dankbarkeit“.

Die Sitzplätze auf den eigens aufgestellten Bänken reichten bei weitem nicht aus – Familienmitglieder, Freunde, regionale Politiker, Mitglieder des Skiclubs Partenkirchen, der Bergwacht sowie zahlreiche Einwohner und Verehrte der Sportlerin fanden sich ein, um der Zeremonie beizuwohnen. Moderator Taufig Khalil führte durch das Programm, das die Lebensfreude und den Geist Dahlmeiers in den Mittelpunkt stellte.

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Warum kein Stadion? Die bewusste Wahl eines stillen Ortes

Interessant ist die bewusste Entscheidung gegen eine sportliche Stätte als Gedenkort. Bürgermeisterin Koch erläuterte dies mit den Worten: „Ein Stadion wäre naheliegend gewesen. Eine Sportstätte vielleicht logisch.“ Doch Laura Dahlmeier sei nie nur Sportlerin gewesen. „Sie war am liebsten draußen und in Bewegung – vor allen Dingen auch am Berg“, so Koch. „Sie hat die Weite gesucht und die Ruhe – sicher nicht die Bühne.“ Daher sei der Park, der kein Ort des Wettbewerbs, sondern eine „leise Erinnerung im Alltag“ biete, die passendere Wahl.

Bereits vor der offiziellen Umbenennung erinnerte ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel im Park an die Ausnahmeathletin. Die nun vollzogene Widmung des gesamten Parks unterstreicht die tiefe Verbundenheit der Gemeinde mit ihrer berühmten Tochter.

Emotionale Würdigungen und ein leuchtendes Symbol

Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen, der sportlichen Heimat Dahlmeiers und direkter Nachbar des Parks, sprach bewegende Worte. „Laura fehlt überall, wo sie ihren Fußabdruck hinterlassen hat mit ihrer natürlichen, offenen und bodenständigen Art. Sie hinterlässt eine große Lücke“, sagte er. Er erinnerte auch an ihre legendären sportlichen Leistungen, insbesondere an die Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen, wo sie trotz gesundheitlicher Bedenken ihrer Betreuer antrat und ihr fünftes Gold bei dieser WM holte.

Ein besonders symbolträchtiger Moment bildete den Abschluss der Veranstaltung: Die Besucher setzten Kerzen in eine symbolische Loipe, die aus eigens herbeigeschafftem Schnee geformt worden war – eine leuchtende Spur in der Nacht, die den Weg der Sportlerin bildhaft nachzeichnete.

Die Familie spricht: „Eine unheimlich schöne Geste“

Die Eltern von Laura Dahlmeier, Susi und Andreas Dahlmeier, waren sichtlich gerührt von der Ehrung. „Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park nun praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste“, sagte Mutter Susi Dahlmeier. Vater Andreas Dahlmeier fügte hinzu, dass seine Tochter auf diese Weise „in Zukunft in Erinnerung bleiben“ werde.

Laura Dahlmeier, zweifache Olympiasiegerin und siebenfache Biathlon-Weltmeisterin, war im Juli 2025 im Alter von nur 31 Jahren beim Bergsteigen im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. 2019 hatte sie ihre aktive Biathlon-Karriere beendet und sich verstärkt dem Bergsport zugewandt. Der nun nach ihr benannte Park wird dauerhaft an ihr außergewöhnliches Leben und Wirken erinnern.

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