Doppelpass-Experte Steffen Freund widerspricht Kovac: Kein klarer Elfmeter für BVB
Freund widerspricht Kovac: Kein klarer Elfmeter für BVB

Kontroverse Diskussion im Doppelpass: War der ausgebliebene Elfmeterpfiff richtig?

Die umstrittene Szene aus dem Bundesliga-Abendspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund sorgte auch am Sonntag im SPORT1-Doppelpass für hitzige Diskussionen. Während BVB-Trainer Niko Kovac von einer "glasklaren Fehlentscheidung" sprach, vertrat Experte Steffen Freund eine konträre Position.

Freunds differenzierte Analyse der Zweikampfszene

Der ehemalige Europameister und Champions-League-Sieger des BVB bewertete den Zweikampf zwischen Karim Adeyemi und Castello Lukeba anders als viele andere Experten. "Nicht jeder Kontakt ist ein Elfmeter", betonte Freund in der Sendung. Er erklärte seine Sichtweise detailliert: "Adeyemi stellt den Fuß rein, der Ball ist da noch frei. Lukeba will ganz normal weiterlaufen und denkt, dass er gefoult wurde. Die Spieler machen heute lieber einen Schritt rein in den Mann, um den Kontakt zu suchen, um den Elfmeter zu bekommen."

Freund verstand daher den ausgebliebenen VAR-Eingriff und wollte die Entscheidung nicht als eindeutig falsch bewerten. Seine differenzierte Analyse stand im Kontrast zur klaren Kritik anderer Diskussionsteilnehmer.

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Kritische Stimmen zur Schiedsrichterentscheidung

In weiten Teilen der Doppelpass-Runde stieß der Dortmunder Frust auf Verständnis. SPORT1-Experte Stefan Effenberg kritisierte den ausbleibenden Eingriff aus dem Kölner Keller deutlich: "Es gibt den Kontakt unten, deswegen ist es ein Foulspiel. Der Keller muss dann kommen und sagen: 'Stopp! Das ist eine Fehlentscheidung und ein Elfmeter'. Das erwarte ich von den Schiedsrichtern, die im Keller sitzen."

Auch HSV-Sportdirektor Claus Costa fand klare Worte: "Wenn ich die Bilder sehe, ist es für mich eine klare Fehlentscheidung. Es gibt einen klaren Kontakt, ein klares Trefferbild. Man kann zwar sagen, dass es Adeyemi hier sehr clever macht, weil er den Laufweg kreuzt, aber ich weiß ehrlicherweise nicht, warum das nicht gepfiffen wurde."

Die Ausgangssituation des kontroversen Vorfalls

Die Diskussion entzündete sich an einer Szene aus dem Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund. Adeyemi kam im Strafraum nach einem Kontakt mit Leipzigs Abwehrspieler Lukeba zu Fall. Die Dortmunder forderten vehement einen Strafstoß, doch Schiedsrichter Benjamin Brand pfiff nicht auf Elfmeter. Auch der Video-Assistent griff nicht ein, was bei den Borussen für großen Unmut sorgte.

Die unterschiedlichen Bewertungen der Experten zeigen, wie komplex die Interpretation von Zweikämpfen im Strafraum heute ist und wie schwierig die Aufgabe der Schiedsrichter und VAR-Offiziellen in solchen Situationen bleibt.

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