Frankfurt mit Rückkaufoption: Fürth geht bei Futkeu-Transfer fast leer aus
Frankfurt mit Rückkaufoption: Fürth bei Futkeu-Transfer benachteiligt

Frankfurt mit Rückkaufoption: Fürth geht bei Futkeu-Transfer fast leer aus

Greuther Fürth droht bei einem möglichen Wechsel von Top-Stürmer Noel Futkeu finanziell deutlich schlechter abzuschneiden als erwartet. Der 23-jährige Angreifer, der im Sommer 2024 für lediglich 250.000 Euro von Eintracht Frankfurt II zum Kleeblatt wechselte, hat sich in der Zweiten Bundesliga zu einem der gefährlichsten Torjäger entwickelt.

Beeindruckende Torquote und wachsender Marktwert

In 64 Zweitligaspielen für Greuther Fürth gelangen Noel Futkeu bisher 26 Tore, davon allein drei am vergangenen Sonntag beim 3:2-Sieg gegen Darmstadt. Mit aktuell 15 Saisontreffern ist der gebürtige Essener der zweitbeste Torjäger der gesamten Zweiten Bundesliga. Trotz eines Vertrags bis 2027 gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass Futkeu auch in der kommenden Saison noch für die Franken auflaufen wird.

Der Marktwert des Stürmers liegt laut transfermarkt.de mittlerweile bei etwa 5 Millionen Euro. Diese Entwicklung wird für Greuther Fürth jedoch nur begrenzt finanziell nutzbar sein, da Eintracht Frankfurt bei dem Transfer im Sommer 2024 eine entscheidende Klausel vereinbart hat.

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Frankfurts lukrative Rückkaufoption

Wie bereits im September 2024 enthüllt wurde, besitzt Eintracht Frankfurt bei Noel Futkeu eine Rückkaufoption in Höhe von lediglich 1,3 Millionen Euro. Diese Klausel könnte sich für die Hessen als äußerst lukrativ erweisen, da sie den Stürmer zu diesem vergleichsweise günstigen Preis zurückholen und anschließend mit deutlichem Gewinn weiterverkaufen könnten.

Für Greuther Fürth bedeutet diese Konstellation: Selbst wenn Futkeu für einen deutlich höheren Betrag den Verein verlässt, würden die Franken nur einen Bruchteil der eigentlichen Ablösesumme erhalten. Der Großteil des finanziellen Gewinns würde stattdessen an Eintracht Frankfurt fließen.

Europäisches Interesse und Karriereplanung

Das Interesse an dem talentierten Stürmer erstreckt sich über ganz Europa. Laut dem belgischen Transfer-Experten Sacha Tavolieri hat unter anderem der RSC Anderlecht den Angreifer auf seiner Wunschliste. Um einen möglichen Wechsel im kommenden Sommer vorzubereiten, wechselte Futkeu Anfang Dezember zur mächtigen Berater-Agentur Sports360.

Der Spieler selbst äußerte sich zu den Spekulationen über seine Zukunft: „Ich brauche kein Geheimnis darum machen, dass meine Leistung nicht verborgen bleibt. Aber das ist für mich kein Thema. Ich habe hier eine ganz große Mission mit den Jungs und das steht an oberster Stelle.“

Futkeu betonte damit, dass sein aktuelles Hauptziel der Klassenerhalt mit Greuther Fürth ist, bevor er über den nächsten Karriereschritt nachdenkt. Die strukturellen Rahmenbedingungen seines Vertrags könnten jedoch dazu führen, dass der Verein, der ihn zur sportlichen Reife geführt hat, finanziell kaum von seiner Entwicklung profitiert.

Diese Transferkonstellation zeigt einmal mehr, wie wichtig die Vertragsgestaltung im modernen Profifußball ist und wie Nachwuchstalente durch geschickt verhandelte Rückkaufoptionen langfristig an ihre Ausbildungsvereine gebunden bleiben können.

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