Verletzungsmisere bei Fortuna Düsseldorf: Trainerfrage und Personalsorgen spitzen sich zu
Fortuna Düsseldorf: Verletzungsmisere und Trainerfrage spitzen sich zu

Fortuna Düsseldorf in der Krise: Verletzungsmisere und Trainerfrage spitzen sich zu

Nach der vierten Niederlage in Folge wird die Lage bei Fortuna Düsseldorf immer prekärer. Derzeit ist offen, ob es mit Trainer Markus Anfang (51) weitergeht, um den Klassenerhalt in der 2. Liga doch noch auf den letzten Drücker zu packen.

„Es ist unsere Pflicht, das ergebnisoffen zu diskutieren. Das haben wir schon zweimal gemacht und uns aus guten Gründen für Markus entschieden“, verkündet Manager Sven Mislintat (53). Egal, wie die Entscheidung des Klubs am Ende aussieht: Wenn ein neuer Trainer geholt würde, blieben die grundlegenden Probleme bestehen.

Verletzungsmisere verschärft sich dramatisch

Neben dem vor der Saison falsch zusammengestellten Kader ist ein Hauptgrund die Verletzungsmisere, die schon Anfang-Vorgänger Daniel Thioune (51) plagte und sich beim jüngsten 1:2 gegen Kiel noch einmal verschärfte. Denn da mussten gleich drei Düsseldorfer zum Teil schwer angeschlagen vom Platz.

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Schon zuvor fehlten acht Spieler verletzt, dazu war Sima Souso (20) gesperrt. Immerhin kehrt der für den nächsten Keller-Krimi in Magdeburg zurück. Dafür zittert Fortuna jetzt auch noch um drei weitere Spieler. Mislintat kommentiert die Situation mit deutlichen Worten: „Das mit den Verletzungen ist krass.“

Drohendes Saison-Aus für Schlüsselspieler

Bei Luka Raimund (21) sieht es nicht so dramatisch aus. Mislintat erklärt: „Er hatte sich zugelaufen.“ Bitter ist es in den Fällen Christian Rasmussen (23) und vor allem Florent Muslija (27). Der Manager äußert sich besorgt: „Da muss man hoffen, dass es nicht das Saison-Aus war. Wenn man jedoch Florent hat raushumpeln sehen, muss man befürchten, dass das MRT das ergibt. Ich hoffe für ihn, dass es nicht das Kreuzband ist – das wäre eine Vollkatastrophe, vor allem für Mucki.“ Ein Kreuzbandriss würde ein halbes Jahr Pause bedeuten.

Muslija ist von Freiburg ausgeliehen. Das bedeutet: Das 1:2 gegen Kiel könnte sein letztes Spiel für Düsseldorf gewesen sein. Rasmussen hat es muskulär erwischt.

Personelle Probleme unabhängig vom Trainer

Klar ist: Egal wie der Trainer heißt, er hat riesige personelle Probleme im Kampf gegen den völligen Absturz. Anfang selbst äußert sich frustriert: „Das mit den Verletzungen zieht sich durch die Saison. Nur kurz nach der Winterpause war es anders – und da haben wir auch die Ergebnisse geholt. Es nervt gewaltig, dreimal wegen Verletzungen wechseln zu müssen.“

Diese Verletzungsmisere ist ein Hauptgrund, warum Fortuna in diese extreme Schieflage geraten ist. Doch diese Erkenntnis hilft in dieser akuten Situation auch nicht weiter. Mislintat bringt es auf den Punkt: „Alles, warum wir nicht punkten, dürfen wir nicht mehr gelten lassen.“

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Fortuna Düsseldorf mit oder ohne Markus Anfang den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen wird – und wie das Team mit der anhaltenden Verletzungsmisere umgehen kann, die den gesamten Saisonverlauf überschattet.

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