Flick kritisiert VAR nach CL-Niederlage: 'Das darf nicht vorkommen'
Flick kritisiert VAR nach CL-Niederlage

Flicks Wut nach CL-Pleite: Scharfe Kritik am Videobeweis-System

Der FC Barcelona steht nach einer enttäuschenden 0:2-Heimniederlage gegen Atlético Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit dem Rücken zur Wand. Trainer Hansi Flick ließ nach dem Spiel seinem Ärger über die Schiedsrichterleistung und insbesondere den Videobeweis freien Lauf.

Rote Karte und verweigerter Elfmeter als Zündstoff

Die entscheidenden Momente des Abends spielten sich in der 44. und 55. Minute ab. Zunächst sah Verteidiger Pau Cubarsi nach einer Notbremse die Rote Karte, was Flick bereits kritisch kommentierte: "Ich weiß nicht, es könnte eine Rote Karte sein oder auch nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob er den Ball ausreichend berührt hat." Direkt nach dieser Entscheidung traf Julian Alvarez per Freistoß zur 1:0-Führung für Atlético.

Noch größeren Unmut löste bei Flick eine Szene in der 55. Minute aus, als Atlético-Profi Marc Pubill den Ball bei einem Abstoß mit der Hand zurechtlegte. "Ich verstehe nicht, warum der VAR nicht eingreift", wetterte der ehemalige Bundestrainer. "Es ist normal, Fehler zu machen, aber in solchen Situationen – wozu haben wir denn den VAR? Das hätte ein Elfmeter und die zweite Gelbe, also die Rote Karte sein müssen. Das darf nicht vorkommen."

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Kinhöfer verteidigt Schiedsrichterentscheidung

Der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer sah die Rote Karte gegen Cubarsi im ZDF hingegen als regelkonform an. Seine Kritik richtete sich vielmehr auf die technische Umsetzung des VAR-Systems im Camp Nou. "Amateurhaft" nannte Kinhöfer die Platzierung des Monitors auf der Seite der Trainerbänke und verwies auf die bessere Lösung in der Bundesliga.

Besonders pikant: Kinhöfer verglich die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Istvan Kovacs aus Rumänien und dem VAR-Team mit "einem kleinen Kirmesfamilientag". Diese Aussage unterstreicht die grundsätzlichen Probleme, die Experten mit der aktuellen Handhabung des Videobeweises sehen.

Schlechte Ausgangslage für das Rückspiel

Mit dem 2:0 durch Alexander Sörloth in der zweiten Halbzeit verschlechterte sich die Ausgangsposition für Barcelona weiter. Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag um 21:00 Uhr im Estadio Metropolitano in Madrid statt und wird bei DAZN übertragen. Sollte das Team von Hansi Flick das nahezu unmöglich scheinende Comeback schaffen, wartet im Halbfinale wahrscheinlich der FC Arsenal als Gegner.

Die Niederlage wirft nicht nur sportliche Fragen auf, sondern beleuchtet erneut die kontroverse Diskussion um den Videobeweis im internationalen Fußball. Während Trainer Flick klare Fehler im System identifiziert, verteidigen Experten wie Kinhöfer grundsätzlich die Entscheidungen, kritisieren aber gleichzeitig die praktische Umsetzung.

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