FIFA weist US-Forderungen zu WM-Transportkosten zurück: Streit um Millionenbeträge
FIFA weist US-Forderungen zu WM-Transportkosten zurück

FIFA weist US-Forderungen zu WM-Transportkosten entschieden zurück

Die FIFA hat Forderungen aus der US-Politik nach einer Übernahme der Transportkosten für Fans bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 klar zurückgewiesen. Eine Sprecherin des Weltverbandes zeigte sich auf Anfrage der SID „ziemlich überrascht“ über das Vorgehen und entsprechende Äußerungen der Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill.

Politische Kritik an FIFA-Milliarden

Gouverneurin Sherrill sieht die Schuld eindeutig bei der FIFA. „Während NJ Transit auf einer Rechnung von 48 Millionen US-Dollar sitzt, um Fans sicher zu den Spielen und zurück zu bringen, nimmt die FIFA 11 Milliarden US-Dollar ein“, kritisierte die Politikerin bei X. Sie forderte: „Die FIFA sollte für die Fahrten zahlen.“ Sherrill betonte, sie wolle „nicht zulassen, dass New Jersey über den Tisch gezogen wird“.

Auch Chuck Schumer, der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, schloss sich den Forderungen an und verlangte vom Weltverband die Übernahme der Transportkosten. Die politischen Rufe aus den USA werden damit immer lauter.

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Hohe Ticketpreise für Fans sorgen für Empörung

Laut Berichten von The Athletic plant der Verkehrsbetrieb New Jersey Transit, für Fahrten von der Penn Station in Manhattan zum MetLife Stadium in New Jersey mehr als 100 US-Dollar zu verlangen. In Boston werden derweil 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt im Bus berechnet, während der Fahrkartenpreis für die Bahn auf 80 US-Dollar steigen soll.

Fußballanhänger in Europa reagierten empört auf diese Berichte aus verschiedenen US-Städten. Die hohen Transportkosten stellen für viele Fans eine erhebliche finanzielle Belastung dar.

FIFA verweist auf Host-City-Vereinbarungen

Die FIFA wies die Vorwürfe entschieden zurück und erklärte, der Weltverband sei „kein anderes Großereignis“ bekannt, das zuvor im MetLife Stadium stattgefunden habe – einschließlich großer Sportveranstaltungen und weltweiter Konzerttourneen –, „bei dem die Veranstalter verpflichtet waren, den Fantransport zu bezahlen“.

Laut FIFA hätten die ursprünglichen Host-City-Vereinbarungen aus dem Jahr 2018 zwar einen kostenlosen Transport für Fans zu allen Spielen vorgesehen. „In Anerkennung der finanziellen Belastung“ seien diese Vereinbarungen jedoch angepasst worden, sodass „alle Spielticketinhaber und akkreditierten Personen gegen Gebühr den Zugang zu Transportmitteln erhalten“.

Der Weltverband betonte, das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 bringe „Millionen von Fans nach Nordamerika“ und habe damit erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen für die Region.

Vergleich mit früheren Turnieren

Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem gültigen Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten. Diese Praxis wird bei der WM 2026 in Nordamerika nicht fortgesetzt.

Das deutsche Nationalteam spielt in der Gruppe E am 25. Juni 2026 in New York/New Jersey gegen Ecuador. In der K.o.-Runde könnten weitere Partien in Boston folgen, wo die Transportkosten ebenfalls kontrovers diskutiert werden.

FIFA-Chef Gianni Infantino erhofft sich von der WM 2026 Rekordeinnahmen, während sich die Diskussion um die Verteilung der finanziellen Lasten zwischen dem Weltverband und den Gastgeberländern weiter zuspitzt.

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