FIFA testet revolutionäre Abseitsregel in Kanada: Mehr Tore und Trainer-Challenge-System
FIFA testet Abseits-Revolution in Kanada mit neuer Regel

FIFA testet revolutionäre Abseitsregel in Kanada: Mehr Tore und Trainer-Challenge-System

Die FIFA hat offiziell eine Abseits-Revolution im Fußball angekündigt. Ab Samstag wird in der Canadian Premier League (CPL) eine neue Abseitsregel getestet, die das Spiel grundlegend verändern könnte. Gleichzeitig erhalten Trainer erstmals die Möglichkeit, Schiedsrichterentscheidungen überprüfen zu lassen.

Pilotprojekt in der Canadian Premier League

Zu Beginn der Saison am 4. April startet in der CPL ein Pilotprojekt, das von der FIFA genehmigt wurde. Die bisherige Abseitsregel wird zugunsten der Angreifer geändert. Das International Football Association Board (Ifab) hatte diese Änderung zuletzt offiziell genehmigt.

Arsène Wenger setzt sich für Reform ein

Hintergrund der Neuerung ist der Einsatz von Arsène Wenger, dem ehemaligen Arsenal-Trainer, der seit sechs Jahren als Leiter der Abteilung für globale Fußballentwicklung bei der FIFA für eine geänderte Abseitsregel kämpft. Seine Vision: Ein Spieler soll nicht im Abseits stehen, solange sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden kann, auf gleicher Höhe mit dem vorletzten gegnerischen Spieler befindet.

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Konkret bedeutet dies: Ein Spieler wird nur als im Abseits gewertet, wenn zwischen ihm und dem Verteidiger eine Lücke besteht. Die FIFA nennt dieses Konzept „Daylight“-Abseits. Bislang galt ein Spieler bereits als abseits, wenn nur eines dieser Körperteile näher am Tor war als der vorletzte Gegner.

Mehr Tore und flüssigeres Spiel

Die neue Abseitsregel soll laut FIFA für mehr Tore und ein spektakuläreres Spiel sorgen. Arsène Wenger erklärt: „Indem wir diese neue Auslegung in einem professionellen Wettbewerb testen, können wir ihre Auswirkungen besser verstehen, unter anderem im Hinblick auf mehr Klarheit und einen flüssigeren Spielverlauf sowie die Förderung des Angriffsspiels.“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sich bereits Ende 2025 offen für eine mögliche Änderung der Abseitsregel gezeigt und die Frage gestellt: „Wie können wir das Spiel offensiver und attraktiver machen?“ Vorherige Tests liefen unter anderem in Italien in den beiden höchsten U18-Ligen seit April 2022.

Trainer-Challenge-System als Neuerung

In der kanadischen CPL kommt eine weitere Neuerung hinzu: Es gibt keine speziellen Videoschiedsrichter mehr. Stattdessen dürfen Trainer eine begrenzte Anzahl von Anträgen stellen, um Entscheidungen überprüfen zu lassen. Dieses sogenannte Challenge-System kann bei Toren, Elfmetern, Roten Karten und Verwechslungen genutzt werden. Dazu überreichen die Trainer dem Vierten Offiziellen an der Seitenlinie eine Karte.

Die strittigen Entscheidungen werden dann am Monitor überprüft. Die FIFA betont, dass dieses System kein Ersatz für den Video-Assistenten (VAR) sein soll, sondern den Schiedsrichtern als Alternative zum klassischen Videobeweis Unterstützung bei kritischen Entscheidungen bieten soll.

Dieser umfassende Test in Kanada könnte den Weg für weltweite Änderungen im Fußball ebnen und das Spiel nachhaltig beeinflussen.

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