FIFA-Entscheidung: Iran muss WM-Spiele in den USA austragen
Der Weltfußballverband FIFA hat einen bedeutenden Beschluss gefasst: Die Spiele der iranischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 werden nicht von den Vereinigten Staaten nach Mexiko verlegt. Diese Entscheidung fiel trotz der angespannten politischen Lage und des militärischen Konflikts im Nahen Osten, der auch die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA belastet.
Mexikos Präsidentin bestätigt Ablehnung
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) gab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass die FIFA sich gegen eine Verlegung der Spiele ausgesprochen habe. „Die FIFA entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können“, erklärte Sheinbaum. Aus Sicht des Weltverbands hätte eine solche Maßnahme „einen enormen logistischen Aufwand“ bedeutet, der nicht zu bewältigen gewesen wäre.
Hintergrund des Iranischen Antrags
Der Iran hatte den Antrag auf Verlegung seiner WM-Spiele gestellt, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel das Land seit Februar militärisch angegriffen hatten. Angesichts dieser Feindseligkeiten wollte die iranische Fußballnationalmannschaft ihre drei Vorrundenpartien nicht auf US-amerikanischem Boden austragen. Die FIFA hatte sich zuvor bereits zurückhaltend zu diesem Wunsch geäußert und signalisiert, dass eine Verlegung kaum realisierbar sei.
WM-Spielplan des Iran
Laut dem offiziellen WM-Spielplan wird der Iran in der Gruppe G antreten und folgende Partien bestreiten:
- Gegen Neuseeland am 16. Juni in Inglewood
- Gegen Belgien am 21. Juni in Inglewood
- Gegen Ägypten am 27. Juni in Seattle
Alle diese Spiele finden auf US-amerikanischem Territorium statt, was die aktuelle Entscheidung der FIFA unterstreicht.
FIFA-Präsident drängt auf Iran-Teilnahme
FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) hatte wiederholt betont, wie wichtig die Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 ist. „Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A“, erklärte Infantino entschieden. Seine Aussage macht deutlich, dass die FIFA trotz der politischen Spannungen auf die sportliche Integrität des Turniers setzt.
Politische Entwicklungen im Hintergrund
Parallel zu dieser sportlichen Entscheidung gibt es politische Entwicklungen: Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg sollen an diesem Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine Friedenslösung stattfinden. Diese diplomatischen Bemühungen könnten die angespannte Atmosphäre etwas entschärfen, auch wenn sie die FIFA-Entscheidung nicht mehr beeinflussen können.
WM-Eröffnung in Mexiko-Stadt
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die gemeinsam von Mexiko, Kanada und den USA ausgerichtet wird, wird am 11. Juni im berühmten Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt eröffnet. Das Eröffnungsspiel bestreiten Mexiko und Südafrika. Diese multinationale Ausrichtung unterstreicht den globalen Charakter des Turniers, macht aber auch logistische Herausforderungen deutlich, die eine Verlegung von Spielen erschweren.
Die Entscheidung der FIFA zeigt, dass sportliche Veranstaltungen trotz politischer Konflikte nach eigenen Regeln ablaufen müssen. Der Weltverband setzt damit ein Zeichen für die Unabhängigkeit des Sports von politischen Einflüssen, auch wenn dies in diesem Fall bedeutet, dass der Iran unter schwierigen Bedingungen antreten muss.



