Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat Frauen-Nationaltrainer Alexander Schriebl mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben. Bereits am Mittwoch präsentierte der Verband mit dem Dänen Lars Söndergaard einen Nachfolger. Sportdirektor Peter Schöttel erklärte, dass nach einer sportlich schwierigen Phase eine klare Weichenstellung notwendig gewesen sei.
Projekt Schriebl nicht aufgegangen
„Vor eineinhalb Jahren haben wir einen mutigen Neubeginn eingeleitet und dabei auch durchaus Risiko genommen“, sagte Schöttel. „Dieses Projekt ist in einer insgesamt sehr herausfordernden Konstellation jedoch nicht in der gewünschten Form aufgegangen.“ Der 67-jährige Schriebl, der aus Salzburg stammt, hatte das Amt erst im Januar des Vorjahres übernommen. In den vergangenen 14 Pflichtspielen musste sein Team jedoch neun Niederlagen hinnehmen.
Schwache Bilanz in der WM-Qualifikation
Besonders deutlich wurde die Krise in der WM-Qualifikation. Die ÖFB-Frauen trafen zweimal auf die deutsche Auswahl: Auswärts gab es eine 1:5-Niederlage, vor heimischer Kulisse immerhin ein torloses Unentschieden. Diese „positive Reaktion“ reichte jedoch nicht, um Schriebls Position zu retten, betonte Schöttel.
Söndergaard soll WM-Traum verwirklichen
Mit Lars Söndergaard hat der ÖFB einen erfahrenen Trainer verpflichtet. Der Däne betreute zuvor sechs Jahre lang die Frauen-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. Schöttel bezeichnete ihn als „eine anerkannte Persönlichkeit des europäischen Fußballs“. Söndergaard soll die Mannschaft zunächst bis zum Ende der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien führen. Österreich strebt die erste Teilnahme an einer Frauen-WM an.



