DFB-Sportgericht reduziert Dzeko-Sperre: Nur ein Spiel für Schalke-Stürmer
Dzeko-Sperre reduziert: Nur ein Spiel gesperrt

DFB-Sportgericht reduziert Sperre für Edin Dzko auf ein Spiel

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Donnerstag eine wichtige Entscheidung im Fall von Edin Dzeko getroffen. Nach einem Einspruch von Schalke 04 und einer mündlichen Verhandlung wurde die ursprünglich verhängte Zweispielsperre für den Starstürmer auf lediglich eine Partie reduziert.

Hintergrund der Roten Karte und ursprüngliche Sanktion

Der bosnische Nationalspieler war am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Hannover 96 in der 52. Minute mit einer Roten Karte vom Platz geflogen. Auslöser war ein unbeabsichtigter Tritt gegen Husseyn Chakroun auf Bauchhöhe. Am darauf folgenden Dienstag, an seinem 40. Geburtstag, hatte der DFB Dzeko zunächst wegen sogenannten rohen Spiels für zwei Spiele gesperrt und zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verhängt.

Begründung des Sportgerichts für die Reduzierung

Der vorsitzende Richter Stephan Oberholz bezeichnete den Fall als Sonderfall. Die umfassende Beweisaufnahme habe ergeben, dass Dzkos Handlung nicht als rücksichtslos zu bewerten sei. Stattdessen handelte der Stürmer laut Gericht unbeholfen, ungelenk und unglücklich ohne hohe Intensität. Daher liege lediglich ein unsportliches Verhalten vor, was die Reduzierung der Sperre rechtfertige.

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Konsequenzen für Schalke 04 und die 2. Bundesliga

Für den Tabellenführer Schalke 04 bedeutet die Entscheidung, dass Edin Dzeko nur im wichtigen Spitzenspiel am Samstagabend bei Darmstadt 98 fehlen wird. Im Spiel gegen Hannover hatte Dzko noch zur 1:0-Führung getroffen, bevor er vom Platz gestellt wurde. Ohne ihren Stürmer verspielte Schalke in den Schlussminuten eine 2:0-Führung und musste sich mit einem 2:2-Unentschieden begnügen, wodurch die Chance vertan wurde, sich an der Tabellenspitze weiter abzusetzen.

Reaktionen aus dem Schalker Lager

Trainer Miron Muslic hatte bereits unmittelbar nach dem Spiel die Entscheidung von Schiedsrichter Robin Braun kritisiert. Im Interview mit Sky warf er dem Unparteiischen fehlendes Fingerspitzengefühl vor. Dzeko selbst war der mündlichen Verhandlung am Donnerstag per Videoschaltung zugeschaltet, bevor das Sportgericht seine endgültige Entscheidung bekannt gab.

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