Frankreich hat sein zweites Gruppenspiel der WM 2026 gegen den Irak mit 3:0 gewonnen und zieht damit souverän in Richtung Achtelfinale. Die Partie im Regen-Chaos von Dallas wurde für 133 Minuten unterbrochen – die längste Spielunterbrechung der WM-Geschichte. Aus deutscher Sicht besonders brisant: Der Gruppenerste der Frankreich-Gruppe würde im Achtelfinale auf die DFB-Elf treffen, sofern beide ihre Sechzehntelfinals gewinnen.
Mbappé glänzt erneut mit Doppelpack
Superstar Kylian Mbappé war erneut der überragende Spieler. Der Real-Madrid-Stürmer traf zweimal und erzielte damit in beiden WM-Spielen einen Doppelpack. Damit verkürzte er den Rückstand auf den argentinischen WM-Rekordtorschützen Lionel Messi, der wenige Stunden zuvor ebenfalls doppelt gegen Österreich (2:0) getroffen hatte und nun bei 18 WM-Toren steht. Mbappé liegt nun bei 16 Treffern – das Wettballern geht weiter!
Bereits in der 14. Minute sorgte Mbappé für einen Knall-Start: Aus elf Metern jagte er den Ball mit links in den Winkel – ein Traumtor. Der irakische Torwart Ahmed Basil Fadhil, der nach der schwachen Leistung von Jalal Hassan gegen Norwegen (1:4) ins Tor gerückt war, hatte dabei keine Chance.
Rekord-Unterbrechung und zweites Tor
Mit dem Halbzeitpfiff begann die längste Spielunterbrechung der WM-Geschichte. Nach 133 Minuten Pause ging es weiter. In der 54. Minute folgte das nächste Tor-Geschenk: Verteidiger Zaid Tahseen führte einen Abstoß vom Fünfereck aus, schoss den Ball viel zu hart und ungenau zu Torhüter Basil, der den Ball nicht kontrollieren konnte. Der Ball sprang zu Ousmane Dembélé, der quer auf Mbappé legte. Der Kapitän musste nur noch ins leere Tor schieben – 2:0.
In der 58. Minute traf Bayern-Superstar Michael Olise die Latte. In der 66. Minute erzielte Dembélé das 3:0, nach feiner Vorarbeit von Olise, mit rechts aus zehn Metern. In der 90. Minute startete Mbappé einen Raketen-Sprint, knallte den Ball mit links aus sieben Metern aber knapp am Tor vorbei. Direkt danach wurde er ausgewechselt.
Hitzlsperger kritisiert Frankreichs Auftreten
ARD-Experte und Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zeigte sich kritisch: „Ich frage mich bei Frankreich, ob sie nur das tun, was sie tun müssen. Also nur so hochspringen, wie sie müssen. Sie tun nur das, was sie brauchen, um weiterzukommen. Sie könnten uns, glaube ich, mit 90 Minuten Spitzenfußball verwöhnen. Sie tun nur das, wozu sie Lust haben.“
Frankreich marschiert damit Richtung Sieg in WM-Gruppe I. Sollte das Team die Gruppe gewinnen und auch das Sechzehntelfinale erfolgreich bestreiten, wartet im Achtelfinale möglicherweise die deutsche Nationalmannschaft.



