Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die für Dienstag geplante Abschluss-Pressekonferenz von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) nach dem frühen WM-Aus abgesagt. Das berichtet SPORT1. Die Verantwortlichen hatten bis tief in die Nacht über das weitere Vorgehen beraten. Statt eines öffentlichen Auftritts im DFB-Teamquartier in Winston-Salem treten die Nationalspieler am Dienstag direkt die Heimreise an und begeben sich in den Urlaub. Eigentlich war für 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr deutscher Zeit) eine Abschluss-PK angesetzt.
Kein öffentlicher Auftritt mehr – aber Stellungnahme geplant
Ganz schweigen wollen Nagelsmann und der DFB offenbar nicht. Nach SPORT1-Informationen planen beide Seiten, sich auf anderem Wege zu äußern. Wie genau das aussehen soll, ist bislang jedoch offen. Die abgesagte Pressekonferenz sorgt deshalb bereits für Spekulationen – auch über die Zukunft des Bundestrainers.
Nagelsmanns Zukunft ungewiss
Nagelsmanns Vertrag läuft eigentlich noch bis zur EM 2028. Direkt nach dem bitteren WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hatte der Bundestrainer betont, dass er weitermachen wolle. Rückendeckung erhielt er zunächst von DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Der sagte: „Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, um weiterzumachen.“ Gleichzeitig schränkte Völler ein: „Ich bin nicht der DFB alleine, ich habe das nicht alleine zu entscheiden.“
Didi Hamann attackierte Nagelsmann währenddessen beim irischen Sender RTÉ Sport, sagte dort unter anderem: „Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. (…) Deswegen habe ich keine Sympathie für ihn. Ich glaube, er und das Team haben bekommen, was sie verdient haben.“ Es bleibt offen, wie es nach dem frühen WM-Aus mit Nagelsmann tatsächlich weitergeht.



