Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft liegt im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste zur Halbzeit mit 0:1 zurück. Ein Sieg wäre nötig, um den Einzug ins Sechszehntelfinale perfekt zu machen. Das Spiel im kanadischen Toronto begann um 22 Uhr Ortszeit.
Startelf und frühe Wechsel
Bundestrainer Julian Nagelsmann änderte die Aufstellung im Vergleich zum 7:1-Auftaktsieg gegen Curacao nicht. Manuel Neuer stand im Tor, vor ihm verteidigten Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown. Im Mittelfeld spielten Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic, die Offensive bildeten Leroy Sané, Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kai Havertz.
Bereits in der ersten Halbzeit musste Schlotterbeck nach einem Zweikampf behandelt werden. Er humpelte zunächst, konnte aber weiterspielen. Nach der Pause wurde er durch Antonio Rüdiger ersetzt.
Das 0:1 und verpasste Chancen
In der 31. Minute fiel das Tor für die Elfenbeinküste: Nach einer Trinkpause setzte sich Diomande links durch, Brown klärte zunächst, aber der Ball fiel direkt vor die Füße von Franck Kessie, der aus sechs Metern einschob. Es war ein Tor aus dem Nichts.
Die beste deutsche Chance vor der Pause hatte Kimmich, der eine Flanke auf Havertz schlug, dessen Kopfball von Torhüter Fofana stark abgewehrt wurde. Musiala scheiterte mit einem Schuss aus 16 Metern knapp am Tor. Ein Treffer von Havertz wurde wegen eines Fouls von Musiala nicht anerkannt.
Statistik und Ausblick
Deutschland hatte mehr Ballbesitz und kombinierte sich ansehnlich durch, fand aber keine Lücke in der ivorischen Abwehr. Die Elfenbeinküste lauerte auf Konter. Bei einem Sieg wäre Deutschland mindestens Gruppenzweiter und im Sechszehntelfinale. Sollte Ecuador gegen Curacao nicht gewinnen, wäre der Gruppensieg perfekt.
Nagelsmann sagte bei MagentaTV: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen gegen einen Gegner, der schon gefährlich ist und unsere Art von Fußball auf den Platz zu kriegen.“
Rekord für Neuer
Manuel Neuer wurde mit diesem Einsatz zum WM-Rekordtorhüter. Er absolvierte sein 19. WM-Spiel und überholte damit den bisherigen Rekordhalter. Vor der Pause hatte er wenig zu tun, musste aber einen Schlenzer von Bonny sicher halten.
Fanunterstützung und Bedingungen
Rund 3000 deutsche Fans marschierten gemeinsam zum Stadion in Toronto, um Heimspielatmosphäre zu schaffen. Die Bedingungen waren gut: 24 Grad, Sonnenschein, nur böiger Wind. Anders als in Houston, wo ein Gewitter die Zuschauer im Stadion hielt.
In der Gruppe E gewann Holland zuvor 5:1 gegen Schweden, was die Ausgangslage für Deutschland verschärft. Die zweite Halbzeit läuft bereits, Deutschland drängt auf den Ausgleich.



