WM-Experte Lutz Wagner: Deutsches Tor war regulär – VAR-Entscheidung falsch
Deutsches Tor war regulär – VAR-Entscheidung falsch

Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner hat die Entscheidung des Video Assistant Referees (VAR) im Spiel Deutschland gegen Paraguay kritisiert. „Dass sich der VAR einschaltete, war schlichtweg falsch“, sagte Wagner im Gespräch mit dem Tagesspiegel. Die deutsche Mannschaft war in der 102. Minute ein Tor aberkannt worden. Wagner zufolge hätte der Treffer zählen müssen.

Tor in der Verlängerung aberkannt

Im Achtelfinale der Weltmeisterschaft traf Deutschland in der Verlängerung auf Paraguay. Nach einer Ecke köpfte der deutsche Stürmer den Ball ins Netz, doch Schiedsrichter entschied nach VAR-Hinweis auf Abseits. Der Treffer wurde zurückgenommen, das Spiel endete 1:1 und ging ins Elfmeterschießen, das Deutschland verlor.

„Die Bilder zeigen eindeutig, dass der Torschütze nicht im Abseits stand“, so Wagner. „Der VAR hat hier eine Fehlentscheidung getroffen, die das Spiel entscheidend beeinflusst hat.“

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Experte kritisiert VAR-Eingriff

Lutz Wagner, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und heute Regel-Experte, betonte, dass die Technologie eigentlich dazu da sei, klare Fehlentscheidungen zu korrigieren. „In diesem Fall lag aber kein klares Abseits vor. Der Eingriff war nicht gerechtfertigt und widerspricht dem Geist des VAR.“

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat bereits Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt, doch die FIFA wies diesen zurück. Wagner fordert eine Überarbeitung der VAR-Richtlinien: „Solche Vorfälle schaden dem Vertrauen in die Technologie und in die Schiedsrichter.“

Auswirkungen auf das Turnier

Durch die Niederlage im Elfmeterschießen schied Deutschland aus dem Turnier aus. Die Mannschaft und die Fans fühlen sich um einen möglichen Sieg betrogen. „Es ist bitter, wenn ein Turnier durch eine solche Fehlentscheidung entschieden wird“, sagte Bundestrainer Hansi Flick nach dem Spiel.

Wagner abschließend: „Der VAR sollte unterstützen, nicht dominieren. Hier hat er versagt. Ich hoffe, dass die FIFA daraus lernt und die Anwendung verbessert.“

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