Cricket-WM-Finale bricht alle Rekorde: 820 Millionen Zuschauer im Livestream
Cricket-WM-Finale mit 820 Millionen Livestream-Zuschauern

Cricket-Weltmeisterschaft schreibt Geschichte mit spektakulären Rekorden

Das größte Stadion der Welt war bis auf den letzten Platz gefüllt, Superstar Ricky Martin begeisterte als Showact und der Livestream erreichte unglaubliche 820 Millionen Abrufe. Was sich wie die Beschreibung eines Super-Bowl-Events anhört, war tatsächlich das Finale der T20-Cricket-Weltmeisterschaft - ein Sport-Spektakel, das in Deutschland weitgehend unbeachtet blieb.

Historischer Triumph im größten Stadion der Erde

Gastgeber Indien besiegte im Narendra-Modi-Stadium in Ahmedabad am Sonntag Neuseeland mit 159:9 und sicherte sich damit als erste Mannschaft überhaupt den dritten WM-Titel in Folge. Das nach dem aktuellen indischen Premierminister benannte Stadion bietet Platz für 132.000 Zuschauer und gilt als größtes Sportstadion weltweit. Das bevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen 1,48 Milliarden Einwohnern feiert diesen Triumph euphorisch - während das Ereignis hierzulande kaum Beachtung fand.

Cricket: Ein globales Phänomen mit britischen Wurzeln

Cricket wurde Ende des 16. Jahrhunderts in England erfunden und lässt sich am ehesten mit Baseball vergleichen. Vereinfacht gesagt: Eine Mannschaft wirft den Ball und versucht, damit ein sogenanntes Wicket zu treffen, während die gegnerische Mannschaft dies mit einem Holzschläger verhindern und den Ball möglichst weit wegschlagen muss. Die traditionelle Variante kann bis zu fünf Tage dauern, während T20-Cricket die moderne, schnellere und spektakulärere Form darstellt, bei der innerhalb von etwa drei Stunden ein Sieger feststeht.

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Milliarden-Fans und Superstar-Status der Spieler

Vor allem in ehemaligen britischen Kolonien wie Indien, Pakistan und Bangladesch genießt Cricket immense Popularität. In Europa ist die Sportart lediglich in England, das auf Platz zwei der Weltrangliste steht, wirklich massentauglich. Für Weltmeister Indien stellt Cricket die unangefochtene Sportart Nummer eins dar und wird nahezu wie ein nationales Heiligtum verehrt. Die Cricket-Stars des Landes werden wie Rockstars gefeiert und verdienen Millionenbeträge. Indiens Hardik Pandya beispielsweise zählt auf Instagram stolze 45,8 Millionen Follower - mehr als doppelt so viele wie Fußballstar Harry Kane und fast zehnmal so viele wie Florian Wirtz.

Livestream bricht alle Rekorde

Der Livestream des Endspiels erreichte beim indischen Streamingdienst JioHotstar zum Spielende insgesamt 820 Millionen Aufrufe. Laut Angaben der Plattform handelt es sich dabei um einen Weltrekord für einen Sport-Stream. In Deutschland, wo etwa 10.000 aktive Cricket-Spieler registriert sind, zeigte kein Fernsehsender Interesse an der Übertragung des Turniers. Der Weltverband ICC übertrug die Spiele daher kostenlos auf seiner eigenen Homepage, wobei konkrete Abrufzahlen für diese Plattform nicht bekannt sind.

Olympische Perspektiven für 2028

Im Jahr 2028 erhält Cricket seine bisher größte weltweite Bühne: Bei den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles wird die T20-Variante erstmals seit 1900 wieder Teil des olympischen Programms sein. Als klarer Goldfavorit gilt dabei natürlich der amtierende Weltmeister Indien, der seine Dominanz in dieser Sportart unter Beweis stellen möchte.

Das T20-Cricket-Finale hat nicht nur sportlich Geschichte geschrieben, sondern auch in puncto Zuschauerzahlen und medialer Reichweite neue Maßstäbe gesetzt. Während in Deutschland diese Entwicklung weitgehend unbemerkt blieb, feiert ein Sechstel der Weltbevölkerung diesen historischen Triumph ihres Nationalteams.

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