Pokalfinale verpasst: Kempf und Como verspielen Sieg über Inter Mailand
Como verpasst Pokalfinale nach 2:0-Führung gegen Inter

Dramatische Wende: Como verpasst nach 2:0-Führung das Pokalfinale

Der italienische Überraschungsklub Como 1907 hat in einem atemberaubenden Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia seinen ersten Einzug ins Finale verpasst. Unter der Leitung von Trainer Cesc Fabregas verspielte die Mannschaft eine komfortable 2:0-Führung gegen den großen Nachbarn Inter Mailand und unterlag am Ende mit 2:3. Das Hinspiel in Como war zuvor torlos mit 0:0 geendet.

Frühe Führung und bitteres Ende für die Lombarden

Mit dem ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler Marc Oliver Kempf in der Startelf begann Como das Rückspiel äußerst vielversprechend. Bereits in der 10. Minute traf Kempf per Kopf die Latte und verfehlte knapp die frühe Führung. Die tatsächliche Führung erzielte dann Martin Baturina in der 32. Minute nach Vorlage des früheren HSV-Profis Ignace Van der Brempt.

Nach der Pause schien Como mit dem 2:0 durch Lucas Da Cunha in der 48. Minute auf dem sicheren Weg ins Finale zu sein. Doch Inter Mailand, angeführt vom überragenden Hakan Calhanoglu, startete eine bemerkenswerte Aufholjagd. Der ehemalige Bundesliga-Spieler, der sowohl für den HSV als auch Bayer Leverkusen aktiv war, traf zweimal selbst in der 69. und 86. Minute und bereitete zudem das entscheidende dritte Tor durch Petar Susic in der 89. Minute vor.

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Historische Parallelen und aktuelle Entwicklungen

Bereits neun Tage vor diesem dramatischen Pokalspiel hatte Como gegen Inter in der Liga einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben und mit 3:4 verloren. Historisch betrachtet war Como zuvor nur einmal im Pokal-Halbfinale gestanden – in der Saison 1985/86 scheiterte der Klub damals an Sampdoria Genua.

Während Kempf über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stand, blieb der deutsche Angreifer Nikolas Kühn bei Como auf der Bank. Bei Inter wurde Verteidiger Yann Bisseck im Laufe des Spiels eingewechselt.

Ausblick auf das Finale und die Ligasituation

Inter Mailand trifft im Finale am 13. Mai in Rom auf den Sieger des Duells zwischen Lazio Rom und Atalanta Bergamo. Das Hinspiel dieser Begegnung endete 2:2, das Rückspiel findet am Mittwoch in Bergamo statt. Für Inter besteht damit die Chance auf den zehnten Pokalsieg in der Vereinsgeschichte – zuletzt standen die Nerazzurri beim Erfolg 2023 im Finale.

Angesichts eines komfortablen Vorsprungs von zwölf Punkten in der Serie A auf Stadtrivale AC Milan ist für Inter sogar das dritte Double der Klubgeschichte nach 2005/06 und 2009/10 in greifbare Nähe gerückt. Die Mannschaft von Trainer Simone Inzaghi zeigt sich damit in herausragender Form und demonstriert einmal mehr ihre mentale Stärke in entscheidenden Momenten.

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