BVB verpasst Champions-League-Qualifikation: 0:1-Heimniederlage gegen Leverkusen
BVB verpasst CL-Qualifikation: 0:1 gegen Leverkusen

BVB verpasst vorzeitige Champions-League-Qualifikation nach enttäuschender Heimniederlage

Einen Tag nach der spektakulären Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck erlebte Borussia Dortmund ein Bundesliga-Spiel zum Vergessen. Gegen Bayer Leverkusen unterlag der BVB vor heimischem Publikum mit 0:1 (0:1) und zeigte dabei einen auffallend uninspirierten und trägen Auftritt. Diese Niederlage bedeutet das vorzeitige Aus für die Hoffnungen auf eine direkte Qualifikation für die Königsklasse.

Medizinischer Notfall überschattet zweite Halbzeit

Das eigentlich entscheidende Tor der Partie erzielte Leverkusens Kapitän Robert Andrich bereits in der 42. Minute mit einem präzisen Fernschuss. Doch die zweite Halbzeit wurde von einem ernsten Zwischenfall auf den Rängen überschattet, der den Fußball zur Nebensache werden ließ. Der BVB teilte via X mit, dass aufgrund einer Reanimation im Stadion, die im Krankenwagen fortgeführt wurde, aktuell kein organisierten Support von beiden Fanlagern stattfand.

Für Borussia Dortmund war es erst die dritte Niederlage in dieser Bundesliga-Saison – die beiden vorherigen Pleiten musste die Mannschaft von Trainer Niko Kovac jeweils gegen Tabellenführer FC Bayern München hinnehmen. Leverkusen hingegen darf nach diesem wichtigen Auswärtssieg wieder auf die Champions-League-Ränge hoffen und bleibt im engen Rennen um die internationalen Plätze dicht am VfB Stuttgart und RB Leipzig dran.

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Schlotterbeck-Verlängerung und Fan-Reaktionen

Nach dem frühen Champions-League-Aus und in Ermangelung weiterer sportlicher Höhepunkte drehte sich in der vergangenen Woche beim BVB alles um die Zukunft von Nico Schlotterbeck. Am Freitag verlängerte der 26-jährige Nationalspieler tatsächlich seinen Vertrag bis zum Jahr 2031. Der neue BVB-Sportdirektor Ole Book kommentierte bei Sky: „Es ist ganz wichtig, dass Nico das Zeichen gesetzt hat, dass er hier sein möchte. Wir haben ein starkes Vertrauensverhältnis, hatten gute Gespräche.“

Doch die Fans zeigten sich nach dem langwierigen Vertragsgerangel weniger begeistert: Schlotterbeck wurde am Samstag beim Einlaufen mit deutlichen Pfiffen bedacht. Interessant bleibt die Vertragsgestaltung, denn der neue Vertrag soll eine Ausstiegsklausel bereits für diesen Sommer beinhalten, was die tatsächliche Verweildauer des Defensivspielers in Dortmund weiter in Frage stellt.

Spielverlauf und verpasste Chancen

Im Topspiel gegen Leverkusen führte Schlotterbeck wie gewohnt die Dreierkette der Borussia an, hatte in der Anfangsphase jedoch erstaunlich wenig zu tun. In den ersten dreißig Minuten dominierte der BVB das Spielgeschehen deutlich. Trainer Kovac hatte die beim späten 2:0 in Stuttgart starken Joker Julian Brandt und Fabio Silva von Beginn an aufgestellt und erhoffte sich davon einen schwungvollen Auftritt vor 81.365 Zuschauern.

Doch gegen die abwartend agierenden Gäste tat sich Dortmund erwartungsgemäß schwer. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Außenverteidiger Daniel Svensson in der 17. Minute, der nach einer durchgerutschten Flanke frei zum Abschluss kam und ins lange Eck schoss. Dort stand allerdings Leverkusens Loïc Badé auf der Linie und verhinderte mit einem spektakulären Kopfball die mögliche Führung der Gastgeber.

Nach etwa einer halben Stunde Spielzeit wurde Leverkusen etwas mutiger und offensiver. Die ersten Schussversuche von Ibrahim Maza (31.) und Christian Kofane (32.), der erneut den Vorzug vor Patrik Schick erhielt, blieben jedoch noch harmlos. Das änderte sich schlagartig in der 42. Minute: Nach einem verheerenden Abspielfehler von Ramy Bensebaini schloss Kapitän Andrich aus knapp 25 Metern ab und verwandelte trocken ins linke Toreck.

Zweite Halbzeit ohne Dynamik

Die zweite Halbzeit begann mit einem kuriosen Zwischenfall: Das Schiedsrichter-Team um Deniz Aytekin musste zunächst ein kleines Loch im Tornetz mit schwarzem Klebeband reparieren. Nach dieser ungewöhnlichen Unterbrechung ging es auf dem Rasen zwar weiter, doch die eigentliche Dynamik blieb aus.

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Kovac wechselte nach und nach neue Offensivspieler ein, doch im still gewordenen Stadion kam kein wirklicher Schwung mehr in die Partie. Auf der Gegenseite hätte Joker Patrik Schick für die Vorentscheidung sorgen können, scheiterte aber an BVB-Keeper Gregor Kobel. Ein Lattenschuss vom sonst unauffälligen Serhou Guirassy war schließlich die beste Chance eines ansonsten ideenlosen und kraftlosen Borussia Dortmund in der gesamten zweiten Spielhälfte.

Diese enttäuschende Leistung und das 0:1 gegen Leverkusen zwingen den BVB nun dazu, die letzte Mini-Chance auf die deutsche Fußball-Meisterschaft endgültig abzuhaken und sich auf den Kampf um die internationalen Plätze zu konzentrieren – eine Aufgabe, die nach dieser schwachen Vorstellung alles andere als einfach erscheint.